Kommendes Treffen des Forums – per Videokonferenz

Das nächste Treffen des Forums findet als Videokonferenz statt am 21.02.20201 (11:00 bis 13:00 Uhr) .

Alle Mitglieder des Forums erhalten rechtzeitig eine Email mit den Einwahldaten.

Interessent*innen / Gäste sind herzlich willkommen: Bitte senden Sie eine Email an werner.nienhueser+forumdrv@gmail.com; dann bekommen Sie die Einwahldaten.

 

 

Einladung: “Un)würdige Arbeit – Das Beispiel der Pflege(berufe)” – Onlineveranstaltung am Donnerstag, 21.01.2021 um 19:00 Uhr

(Un)würdige Arbeit – Das Beispiel der Pflege(berufe)

Onlineveranstaltung am Donnerstag, 21.01.2021 um 19:00 Uhr

Podiumsgespräch und Diskussion

Die aktuelle Situation der Pandemie legt die Grenzen und Schwächen im Bereich der Pflege in aller Deutlichkeit offen. Auch wenn die Situation in vergleichbaren Ländern noch schlimmer scheint, ist unübersehbar, dass Applaus nicht reicht.

An dem Abend sollen als Podiumsteilnehmer*innen fachkundige Personen über folgende Fragekreise ins Gespräch kommen:
1. Wie ist die Arbeitssituation in den Bereichen, die Sie kennen bzw.  hier vertreten (z.B. Arbeitsbelastungen, Beschäftigtenstruktur, Entlohnung, Arbeitszeiten, ethische Standards)?
2. Was müsste sich ändern?
3. Was ist konkret als nächstes zu fordern und zu tun?

Die Referent*innen:

Ulrich Christofczik, Evangelisches Christophoruswerk e.V.
Gregor Pleiss, Krankenpfleger und Medizin-Pädagoge
Marion Schäfer, Gewerkschaftssekretärin ver.di
Prof. Dr. Thorsten Schulten, Hans-Böckler-Stiftung
Hans-Werner Quasten, Initiative Respekt

Moderation: Prof. Dr. Werner Nienhüser, Universität Duisburg-Essen

(Flyer – PDF – zum Download und Weiterverteilen)

Digitaler Ort: Zoom-Einladungslink_
Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger (online-)Anmeldung mit Angabe aller zur Rückverfolgbarkeit notwendigen Kontaktdaten über den folgenden Link möglich: Anmeldung online

Noch zwei Hinweise:

Eine Teilnahme an der Diskussion ist zunächst über eine Chatfunktion möglich. Die Chatbeiträge werden durch eine*n Moderator*in in den Gesprächsverlauf eingebracht. Eine direkte Diskussionsbeteiligung wird in der letzten halben Stunde angestrebt. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und anschließend bearbeitet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Für die Veranstaltung wird kein Eintrittsgeld erhoben, aber stattdessen eine Spende für den Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit e. V.“ empfohlen. Spendenkonto: https://www.wuerde-gerechtigkeit.de/mitgliedschaft-spenden

5. November, 19.00 Uhr: „Unwürdige Arbeitsverhältnisse – Der Fall der Fleischindustrie“

Die Veranstaltung findet durch die Coronapandemie bedingt in einem Online-Format statt. Anmeldungen sind an das Könzgenhaus zu richten. Wenn noch freie Plätze zur Verfügung stehen, erhalten Sie den Zugang zur Online-Übertragung.

Vortrags- und Diskussionsabend

am Donnerstag, 5. November, um 19.00 Uhr im KönzgenHaus Haltern

Unwürdige Arbeitsverhältnisse – Der Fall der Fleischindustrie“

mit den Referenten

Pfarrer Peter Kossen

und

Helge Adolphs
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)

Ob in den Schlachtbetrieben der Fleischindustrie, in der Bauindustrie oder in der Landwirtschaft, im Versandhandel oder in der Pflegebranche – die prekären Arbeitsverhältnisse und unzumutbaren Arbeitsbedingungen sind ein Skandal.

In der Veranstaltungsreihe „(Un-)Würdige Arbeit“ wollen wir uns auf einer ersten Veranstaltung mit den Verhältnissen in der Fleischindustrie beschäftigen.

Vor allem osteuropäische Arbeitskräfte sind als Arbeitnehmer oder (Schein-)Selbstständige für Werkvertragsunternehmen oder Leiharbeitsfirmen in der Fleischindustrie tätig. Sie arbeiten häufig für Niedriglöhne und leben in unzumutbaren Wohnverhältnissen. Jahrzehntelang wurde weggeschaut; erst die jüngsten Skandale bei Tönnies und Westfleisch durch die Corona-Fälle haben die Politik endlich zum Handeln veranlasst: Geplant ist ein gesetzliches Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in großen Schlachthöfen.

Zu den Referenten:

Peter Kossen ist Leitender Pfarrer in Lengerich und u.a. Vorstandsmitglied der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) im Bistum Münster. Peter Kossen wendet sich als engagierter und mutiger Einzelkämpfer seit Jahren gegen die unwürdigen Arbeitsbedingungen, die vor allem durch das System der Werkvertragsvergabe an Subunternehmen entstehen. Er fordert aus christlicher Überzeugung würdige Arbeit. Sein Credo: „Kirche muss den Mut haben, Schwächere zu schützen, auch wenn es Konflikte gibt. Peter Kossen nennt die Missstände beim Namen und spricht von „Sklaverei, Ausbeutung, Menschenhandel mit mafiösen Strukturen und organisierter Kriminalität“. Die Leih- und Werkvertragsarbeiter „werden in Schrottimmobilien untergebracht und in Ghettos isoliert und diskriminiert. Die Ausgebeuteten werden betrogen und wie Wegwerfmenschen statt Mitbürger behandelt“.
Peter Kossen gründete den gemeinnützigen Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ e. V. (https://www.wuerde-gerechtigkeit.de), um die Menschenrechtsverletzungen endlich zu beenden. Der Verein betreut Betroffene und ermöglicht ihnen auf Spendenbasis kostenlose anwaltliche Beratung und Begleitung vor Gericht.

Helge Adolphs (Gewerkschaft NGG) hat im August 2015 die Geschäftsführung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten der Region Münsterland übernommen und hat für mehr als 5 Jahre die Region Südwestfalen als Geschäftsführer geleitet. Aus Sicht der NGG hat die Fleischindustrie und Fleischverarbeitung die Gewerkschaft seit jeher und besonders in diesem Jahr vor wichtige Aufgaben und besondere Herausforderungen gestellt. Das Thema der Werkverträge ist für die NGG nicht neu und wird gewerkschaftlich und gesellschaftlich diskutiert und in vielen Fällen auch skandalisiert. Aber erst die Corona-Pandemie rückte dieses Thema nun in das breite öffentliche Interesse und zwang die Politik, sich diesem Problem des modernen „Sklaventums“ anzunehmen und gesetzliche Regelungen vorzubereiten und zu schaffen. Die sich aus dem geplanten Gesetz ergebenden arbeitsrechtlichen Veränderungen werden aus Sicht der NGG die volle gewerkschaftliche und gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfordern.

Veranstaltungshinweise:

Die Veranstaltung ist auf 50 Teilnehmer begrenzt und findet unter Corona-Bedingungen mit Listeneintragung sowie Abstands- und Hygieneregeln statt. Beim Betreten ist der Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen.

Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger (online-)Anmeldung mit Angabe aller zur Rückverfolgbarkeit notwendigen Kontakt­daten möglich.

Link zur Anmeldung:

https://www.könzgenhaus.de/bildungsangebote/bildungsprogramm/politische-bildung/#c765

Bitte beachten Sie die im KönzgenHaus geltenden Verhaltensgrundregein während der Corona­-Pandemie. Die jeweils aktuelle Fassung für Gäste und Teilnehmende ist hier einzusehen:

https://könzgenhaus.de/tagungshaus/corona-hygienekonzept/teilnehmer/

Für die Veranstaltung wird kein Eintrittsgeld erhoben, aber stattdessen eine Spende für den Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit e. V.“ empfohlen. . (Spendenkonto: https://www.wuerde-gerechtigkeit.de/mitgliedschaft-spenden).

Flyer / Einladung (PDF) zum Download

Veranstalter

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ABSAGE – 6. November 2020, 18 Uhr: Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 (Marktplatz Haltern am See)

Diese Veranstaltung muss leider coronabedingt abgesagt werden, siehe zu mehr Informationen hier.

 

Einladung zur Kundgebung am 6. November 2020

Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

18.00 Uhr, Marktplatz Haltern am See

Die Erinnerung an den 9. November 1938 gehört zum festen Bestandteil der Kultur unserer Stadt Haltern am See. Bei jeder Wiederkehr dieses Datums versammeln sich Halterner Bürgerinnen und Bürger zum öffentlichen Protest auf dem Markplatz und widersprechen der Gedankenwelt und den politischen Überzeugungen, die faschistische Verbrechen möglich machten.

Wir wissen aus der Geschichte unserer eigenen Stadt, wie leicht es möglich war, Hass und Gewaltbereitschaft in den Herzen und Köpfen der Menschen zu entfachen. Es brauchte nur eine erkennbare Minderheit und eine diffuse Stimmung von Angst. Dann war es ein Leichtes, ein Klima todbringender Gewalt zu erzeugen.
Der 9. November 1938 ist unauslöschlich mit dem Beginn der Vernichtung öffentlichen jüdischen Lebens und Glaubens in Deutschland verbunden. Darum steht das Erinnern an dieses Leid im Mittelpunkt unseres Gedenkens heute.

Inzwischen wissen wir aber auch, dass Objekte des öffentlichen Hasses und der Gewalt willkürlich ausgewählt werden können. Sie sind leicht auswechselbar.
In der kurzen Geschichte unserer Demokratie seit 1949 gab es immer wieder neue Versuche, den sog. Volkszorn zu bündeln und in Anschlag zu bringen: wie schon zuvor auf die „Juden“ gerichtet, und heute auch auf die „Migranten“.
Seit kurzem geraten „die Eliten“, „die Journalisten“ und „die Politiker“ in den Fokus, und Menschen, die einfach nur für gelebte Demokratie einstehen.
Wenn man sich in den sog. Sozialen Medien umsieht, dann breitet sich da eine unglaubliche Freude an Gewalt und Vernichtung aus, die einem den Atem verschlägt.

Das ist uns nicht egal. 

Wir stehen ein für Demokratie, Respekt und Vielfalt. Und wir sind viele.

Am 6. November 2020 greifen wir unsere langjährige Tradition auf und wehren uns gegen jeden Angriff auf diese Werte.

Wir haben diese Einladung breit gestreut. Sie richtet sich:
an alle Menschen, gleich welcher Religionsgemeinschaft und gleich welcher Weltanschauung,
an die Parteien unserer Stadt und die Gewerkschaften,
an unsere Schulen und Vereine,
an die vielen kleinen und großen gesellschaftlichen Gruppen
und die vielen Einzelpersonen, die unser Zusammenleben, auf welche Weise auch immer, bereichern.

Wir laden alle herzlich ein.

Haltet Euch diesen Termin frei und gebt die Einladung an Freunde und Bekannte weiter. (Eine PDF-Datei zum Verteilen finden Sie hier.)

Wir werden eindrucksvoll vor Ort Gesicht zeigen und für unsere Werte einstehen.

Die Corona-Sicherheitsregeln sind einzuhalten: Tragen Sie bitte eine Mund-Nase-Bedeckung. Halten Sie Abstand. Achten Sie auf Abstandsmarkierungen.

V.i.S.d.P.: Organisationsteam des Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt (www.forumdrv.de)

 

 

ABSAGE – 11. November 2020: Buchvorstellung von Bruno Kern: “Das Märchen vom grünen Wachstum. Plädoyer für eine solidarische und nachhaltige Gesellschaft”

Die Veranstaltung muss – bedingt durch die Coronapandemie –  schweren Herzens abgesagt werden.

Der Theologe und Buchautor Dr. Bruno Kern  stellt am 11. November um 19.00 Uhr im KönzgenHaus auf dem Annaberg sein Buch vor und diskutiert mit den ZuhörerInnen.

“Dem „Märchen vom grünen Wachstum“, so der Buchtitel, stellt er sein Plädoyer für eine solidarische und nachhaltige Gesellschaft entgegen, die mit wesentlich schmaleren materiellen Ressourcen auskommen muss: „Es ist ein Irrtum, dass mit noch so klugen Effizienz-Techniken, mit einem raschen Ausbau der erneuerbaren Energien und mit E-Autos statt Verbrennern im Grunde genommen alles so weiter gehen kann wie bisher“, so die Aussage des studierten Theologen und Philosophen Bruno Kern, der schon vor Jahren die Initiative und das Netzwerk „Ökosozialismus“ gegründet hat.Seine provokante These dass wir nicht nur einen Umbau, sondern „Rückbau und industrielle Abrüstung brauchen, um ökologische Nachhaltigkeit und eine solidarische Gesellschaft zu schaffen“, finden die Veranstalter diskussionswürdig: Deshalb lädt das Halterner IWiPo-Institut für Wissenschaft, politische Bildung und gesellschaftliche Praxis NRW e.V. in Kooperation mit der Pax Christi Regionalgruppe Recklinghausen und dem KAB-Bezirksverband Recklinghausen sowie dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Westfalen-Lippe zu der öffentlichen Veranstaltung mit dem Autor ins KönzgenHaus ein.

Dort wird der Frage nachgegangen: Stellt ökologische Nachhaltigkeit den Industrialismus und den Kapitalismus gleichermaßen in Frage?” (http://www.wilhelm-neurohr.de/aktuelles/11-november-2020-das-maerchen-vom-gruenen-wachstum-plaedoyer-fuer-eine-solidarische-und-nachhaltige-gesellschaft)

Wegen der geltenden Corona-Hygieneregelungen und dem begrenzten Platzangebot ist eine vorherige Online-Anmeldung erforderlich unter: gertzjohannes54@gmail.com

Weitere Infos: Paxchristi | hier PDF zum download. Hier gibt es eine Leseprobe.

15. September 2020: “Sicherheit neu denken.  Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik”- Vortrag und Diskussion mit Ralf Becker

“Sicherheit neu denken.  Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik”

  • Wann: 15. September 2020, 19 Uhr
  • Wo: Christuskirche, Limperstr. 13, 45657 Recklinghausen
  • Referent: Ralf Becker, Projektkoordinator „Sicherheit neu denken“ der Evangelischen Landeskirche in Baden

Das Platzangebot ist auf Grund der geltenden Hygieneregelungen begrenzt. Ihre Anwesenheit muss dokumentiert werden. Bitte kommen Sie daher zeitig. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht unter gertzjohannes54@gmail.com.

Mehr Informationen finden Sie auf dem Flyer zum Download.

“Grüner Talk” – an den nächsten 5 Samstagen in der Rekumer Straße

An den nächsten 5 Samstagen organisieren die Grünen” in der Rekumer Straße einen “Grünen Talk” :  Gespräche mit Expert*innen zu wichtigen Themen.

  • Wann:  an den nächsten 5 Samstagen, 11:00 -11:30 Uhr
  • Wo: Rekumer Str.
  • Zu unserer aller Sicherheit: Mund-Nasenschutz nicht vergessen

Themen

  • 15.08.: „Flucht und Integration“; Gäste: Ute Erler, Christel Baumann, David Schütz, 2 Flüchtlinge, die seit einigen Jahren in Haltern leben.
  • 22.08.: „Die Lehren aus Corona im Hinblick auf die Digitalisierung“:  Gäste: Matthi Bolte-Richter, Bündnis 90/ Die Grünen, MdL; Matthias Lindhorst, Chaos Computer Club Essen; Dr. Marco Zerwas, Bündnis 90/ Die Grünen, Landratskandidat
  • 29.08.: „Lokal nachhaltig einkaufen und Landwirtschaft“; Gäste:  Matthias Janker, Inhaber des Geschäfts Haltern Unverpackt; Maaike Thomas, Bündnis 90/ Die Grünen; Vertreter*in der Landwirtschaft
  • 05.09: „Nahmobilität“; Gäste: Otto K. Rohde, Sprecher des ADFC Haltern am See; Jennifer Freckmann, Susanne Brächer
  • 12.09.: „Erneuerbare Energien – Wie kann die Energiewende gelingen?“; Gäste: Uli Ahlke, Vorsitzender des Vereins WieWollenWirLeben, Michael Zimmermann, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen Haltern am See

Mehr Informationen: https://www.gruene-haltern.de/2020/08/10/an-den-naechsten-5-samstagen-findet-am-infostand-der-gruenen-in-der-rekumer-strasse-jeweils-ein-gruener-talk-von-1100-1130-uhr-zu-unterschiedlichen-themen-statt-zu-dem-interessierte-waehlerinnen/

Absage Fachtagung „Menschenrechtskonforme Flüchtlingsarbeit“ des Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt

Die für den 6. Mai geplante Veranstaltung „Menschenrechtskonforme Flüchtlingsarbeit“, die das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt im Könzgen-Haus durchführen wollte, muss auf einen noch unbekannten Termin verschoben werden.

“Aufgrund der Corona-Krise muss die gemeinsame Fachtagung der katholischen, evangelischen und neuapostolischen Kirchengemeinden, dem Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt und dem KönzgenHaus leider abgesagt werden. Die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema der Zentralen Unterbringungseinrichtungen ist aber dennoch so wichtig wie nie zuvor – gerade auch in der aktuellen Krise.

Aufgeschoben – nicht aufgehoben

Deshalb fällt die Fachtagung nicht ersatzlos aus. Alle Beteiligten halten nach wie vor an der Durchführung fest, nur eben zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Rahmenbedingungen dafür wieder stimmen. In der für Mai geplanten Veranstaltung wollten sich Experten und Expertinnen der Flüchtlingsarbeit, Vertreter der Bezirksregierung Münster, des zuständigen NRW-Ministeriums und Vertreter der Zivilgesellschaft über die aktuelle Flüchtlingsarbeit austauschen.

Neue Rahmenbedingungen – fehlende Integration

Seit Ende 2018 werden Asylsuchende in NRW nicht mehr in Kommunen untergebracht, sondern in derzeit 33 Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE). Hier leben bis zu 1.000 Personen pro Einrichtung. Für die dort untergebrachten Menschen gehen die neuen Regelungen mit Zutrittsverboten, Arbeitsverbot und fehlender Beschulung der Kinder einher. Bis dahin gab es ein großes, integrationsförderndes, ehrenamtliches Engagement der Zivilgesellschaft; die Versorgung, Unterbringung und soziale Einbindung der Flüchtlinge funktionierte. All dies wurde durch die neue Form der Unterbringung und restriktive Zugangsbeschränkungen in den ZUEs zum Erliegen gebracht.

Verschärfung der Problematik durch Covid-19

Wohlfahrtsverbände, Kirchen und Flüchtlingsorganisationen hatten bereits vor der Verabschiedung der neuen gesetzlichen Regelungen in sehr kritischen Statements die Nachteile von Sammelunterkünften mit mehreren hundert Personen auf engstem Raum, Gemeinschaftsessen und wenig Bewegungsfreiheit angemahnt. Die Gewerkschaft der Polizei hatte davor gewarnt, dass Langeweile und Kasernierung von bis zu 24 Monaten in den Einrichtungen zu Konflikten führen könnte. Mit der Corona-Krise ist nun eine weitere Eskalationsstufe erreicht: Wie wollen die Behörden die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes im Falle des Covid-19-Virus in einer ZUE durchsetzen? Wie sollen hier die geforderten Kontaktverbote eingehalten werden?

Nicht nur angesichts der aktuellen Sachlage halten alle Beteiligten es für dringend erforderlich, das Thema der Zentralen Unterbringungseinrichtungen kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Daher halten wir an der Durchführung der geplanten Fachtagung fest – sobald wieder möglich. Den neuen Termin geben wir frühzeitig bekannt.”

(Quelle: Webseite des Könzgen-Hauses)

Attac-Aktionen zum Weltgesundheitstag (7. April)

Wichtig für unser Forum sind die Themen, mit denen sich Attac befasst.1

Lasst uns was dagegen tun. Gesundheit ist keine Ware!

Attac hat den Hashtag (#) #waswirklichwichtigist etabliert und einige Informationen zur Corona-Pandemie zusammengestellt: https://attac.de/corona

Quelle des Bildes: https://www.attac.de/corona
“.. auch in diesen Zeiten sind wir aktiv. Unser Hauptinteresse gilt dem europäischen Gesundheitssystem, das seit Jahrzehnten marktorientiert kaputtgespart wird – mit all den katastrophalen Folgen, die wir jetzt erleben; in Südeuropa schlimmer als bei uns: Zu wenig Reserven, zu wenig Personal, zu wenig Zeit für Patient*innen. Nutznießer dieses effizient auf Kante genähten Systems sind renditeorientierte Konzerne und ihre reichen Inhaber*innen.
Lasst uns was dagegen tun. Gesundheit ist keine Ware!
#waswirklichwichtigist – https://attac.de/corona
(Text aus dem Email-Newsletter von Attac Köln)

Attac plant folgende Aktionen:

1) Film: „Der marktgerechte Patient“ – Samstag bis Mittwoch online
2) 7.4.: Aktion „Weiße Laken“ – #healthforall
3) 7.4.: Onlineveranstaltung: – Gesundheit ist keine Ware und ein Krankenhaus keine Fabrik

1) Film: „Der marktgerechte Patient“ – Samstag bis Mittwoch online2
Wir spendieren Euch zum Weltgesundheitstag den Film „Der marktgerechte Patient“ (http://der-marktgerechte-patient.org). Fünf Tage lang ist er online und Ihr könnt Ihn kostenlos anschauen:
* Gucken auf https://attac-koeln.de
* Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/2746452458809907/
* passender Attac-Basistext: https://shop.attac.de/basistext-43-gesundheit-ist-k-eine-ware

2) 7.4.: Aktion „Weiße Laken“ – #healthforall
Zum 7. April organisiert das Europäische Netzwerk gegen die Kommerzialisierung des Gesundheits- und Sozialschutzes eine “Weißes-Tuch”-Aktion unter dem Motto: “Verbreitung von Solidarität, nicht dem Virus”. Nehmt Euch ein weißes Tuch (altes Laken), schreibt was drauf (z.B. #healthforall, Gesundheit ist keine Ware, Krankenhaus statt Fabrik etc.) und hängt es an einer öffentlich einsehbaren Stelle auf.
Dann macht Ihr ein Foto davon und verbreitet es – idealerweise über die sozialen Netzwerke unter dem Hashtag #waswirklichwichtigist.
* Facebook-Event: https://web.facebook.com/events/549550719025438/

3) 7.4.: Online: – Gesundheit ist keine Ware & ein Krankenhaus keine Fabrik
Am Dienstagabend veranstalten wir eine Online-Diskussion mit Dagmar Paternoga und Arndt Dohmen (Attac-AG „Genug für Alle“). Zur Einstimmung
empfehlen wir den Film „Der marktgerechte Patient“, sowie den unten verlinkten Beitrag aus dem Freitag.
* Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/734790397346092/
* Wann: 7. April – 19:30 Uhr
* Wie: Nehmt per Computer, Tablet oder Smartphone teil. Folgt diesem Link: https://global.gotomeeting.com/join/835581037. – Solltet Ihr die
GoToMeeting-App installiert haben, müsst Ihr einfach nur die Ziffern 835-581-037 eingeben, wenn Ihr dazu aufgefordert werdet.
* Beitrag Freitag: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/rekommunalisiert-die-kliniken

Attac Köln erreicht Ihr unter koeln@attac.de / https://attac-koeln.de /
https://web.facebook.com/Attac.Koeln/


1. Die Motivation, dass ich (Werner Nienhüser) den o.a. Beitrag hier einstelle, hat natürlich auch mit meiner Funktion als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates von Attac zu tun.

2. Den Film habe ich bereits gesehen. Da ich die Erstellung des Films mit einem kleinen finanziellen Beitrag unterstützt habe, habe ich den Film auf DVD bekommen, mit dem Recht, ihn öffentlich aufzuführen (was ja nun leider nicht geht). Ich habe den Film derzeit verliehen, kann ihn sehr empfehlen und gerne weiter verleihen. Falls jemand Interesse hat: Email an werner.nienhueser+forumdrv@gmail.com.