“Wie Kommunen für bezahlbares Wohnen sorgen können: Das Praxismodell der sozial gerechten Bodenordnung” (von Wilhelm Neurohr)

Wilhelm Neurohr analysiert in einem Beitrag im “Stadtspiegel” den Wohnungsmarkt und Immobilienpolitik in Haltern am See und zieht einen Vergleich zu Münster. Er belässt es nicht bei einer kritischen Analyse, sondern macht auch konkrete Vorschläge für die Halterner Stadtentwicklungspolitik.

Wie Kommunen für bezahlbares Wohnen sorgen können: Das Praxismodell der sozial gerechten Bodenordnung.
Was haben die attraktive Großstadt Münster und die kleine Stadt Haltern am See gemeinsam? Die hohen Grundstückspreise und die demzufolge hohen Mietpreise liegen etwa gleichauf. Was unterscheidet die beiden Städte? Mit aktiver und sozial orientierter Immobilienpolitik sorgt die Stadt Münster für bezahlbares Wohnen, während die Stadt Haltern weitgehend dem freien Immobilienmarkt die Entwicklung überlässt. Dabei wäre das vorbildliche Konzept der Stadt Münster mit dem „Modell der Sozialgerechten Bodenordnung“ eine Blaupause auch für kleinere Kommunen wie Haltern. Letztere mutiert ungebremst zur teuersten Wohnstadt in der Region und übertrifft sogar Münster bei den Grundstückspreisen, zum Nachteil ihrer Bewohner und zum Vorteil der Grundbesitzer. …

Tiny House – räumlich zumindest weit weg von Haltern (dieses Haus steht im Winslow Memorial Park in South Freeport, Maine)

So bleibt Haltern am See wohl auch weiterhin ein unbezahlbar „teures Pflaster“ im Speckgürtel der großen Ruhrgebietsstädte und El Dorado für Spekulanten, mit Grundstückspreisen von durchschnittlich 307 €/qm (zum Vergleich in Münster 305 €/qm) und Höchstpreisen bis zu 700 €/qm (zum Vergleich: die teuersten Grundstücke in Münster bis 620,- €/qm, Stand September 2021). Die Nachbarstadt Dülmen mit 234 €/qm bietet Halterner Abwanderern zwar eine Auffangmöglichkeit und kann überdies ein Vielfaches an öffentlich geförderten Wohnungen vorweisen. Alles so zu belassen, kann aber nicht Ziel der Halterner Stadtentwicklungspolitik sein, die von Münster allerlei lernen kann.”

Quelle: Neurohr, Wilhelm 2021: Neue Wege der kommunalen Immobilienpolitik. Wie Kommunen für bezahlbares Wohnen sorgen können. In: Stadtspiegel Dorsten/Haltern, 23. September 2021, https://www.lokalkompass.de/haltern/c-politik/wie-kommunen-fuer-bezahlbares-wohnen-sorgen-koennen-das-praxismodell-der-sozial-gerechten-bodenordnung_a1633714

Bild: Paul VanDerWerf from Brunswick, Maine, USA, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Buch “Working Class” – kostenlos zum Download

Das Buch “Working Class” von Julia Friedrichs kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Oder wer es  wie ich lieber auf Papier möchte – das gebundene Buch kostet 4,50 Euro plus Versandkosten.

Das Buch gibt es bei der Bundeszentrale für politische Bildung (Stöbern lohnt sich immer).

Mehr zum Buch und zu einer Lesung von Julia Friedrichs finden Sie unter: https://forumdrv.de/category/wuerdigearbeit/

Eröffnung des Begegnungshause VITUS in Haltern am See – Filmbericht

Der Verein für Medienarbeit e.V. in Haltern am See berichtet über die Eröffnung des Begegnungshauses VITUS (die am 10.9.2021 stattfand).

“Der Verein “VITUS Haltern am See e. V.” hat ein neues Begegnungshaus in Haltern am See eröffnet. Der Vereinsname steht für “Integration, Teilhabe und Solidarität”. Im neuen Begegnungshaus möchte sich der Verein für bedürftige Menschen in Haltern am See einsetzen. Hermann Döbber und Theo Haggeney von “VITUS Haltern am See e. V.” erzählen, wie sie das Haus renoviert haben. Sie berichten außerdem, welche Veranstaltungen es in Zukunft im Begegnungshaus geben soll. Der Verein “VITUS Haltern am See e. V.” möchte unter anderem Deutschkurse anbieten.” (Quelle: https://www.nrwision.de/mediathek/vitus-haltern-am-see-e-v-begegnungshaus-210914)

„Jeder muss von seiner Arbeit leben können“ – Bericht über die Buchlesung mit Julia Friedrichs

Pressebericht über die Veranstaltung am 8. September:

Würdige Arbeit mit Respekt vor jeder Arbeits- und Lebensleistung:

„Jeder muss von seiner Arbeit leben können“

Lebhafte Diskussion bei der Buchvorstellung von Julia Friedrichs im Könzgenhaus

HALTERN AM SEE. „Endlich wieder eine Veranstaltung mit richtigen Menschen“ freute sich die bekannte Bestseller-Autorin und Grimme-Preisträgerin Julia Friedrichs im Halterner Könzgenhaus auf gemeinsame Einladung des Halterner Forums, der KAB und des Könzgenhauses. Nach ungezählten Online-Veranstaltungen während der Pandemie konnte sie mit 40 Anwesenden und 5 online Zugeschalteten nach ihrer einleitenden Buchlesung ein bewegendes Thema lebhaft diskutieren: „Für Millionen in Vollzeit Berufstätige bleibt ein Leben in sozialer Sicherheit ein Traum, weil sie von ihrer Arbeit nicht leben können und zu den 50% Menschen in Deutschland gehören, die kein nennenswertes Vermögen besitzen.“

Mit der Metapher der gerissenen Achilles-Sehne bei einem Fußballer von Werder Bremen sah Julia Friedrichs das einigende gesellschaftliche Band gerissen oder überdehnt. In ihrem neuesten Buch mit dem Titel „Working Class – Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können“ (mehr zum Buch und zur Autorin auch hier und hier: https://www.juliafriedrichs.de) geht sie den Ursachen nach und schildert eindrucksvoll das persönliche Schicksal einiger von ihr begleiteter Personen in prekären Dienstleistungstätigkeiten, denen während der Pandemie noch Beifall gezollt wurde und die nun wieder in Vergessenheit geraten.

„„Jeder muss von seiner Arbeit leben können“ – Bericht über die Buchlesung mit Julia Friedrichs“ weiterlesen

Kommendes Treffen des Forums – in Präsenz in den Virus-Räumen

Das nächste Treffen des Forums findet als Präsenztreffen statt.  Ort: Vitus e.V., https://vitus-haltern.de

17.10.2021 (11:00 bis 13:00 Uhr) .

Alle Mitglieder des Forums erhalten wie immer rechtzeitig eine Einladungs-Email.

Interessent*innen / Gäste sind herzlich willkommen: Bitte senden Sie eine Email an werner.nienhueser+forumdrv@gmail.com. Oder kommen Sie einfach zum Treffen hinzu.

Teilnehmen kann nach dem jetzigen Stand nur, wer von einer Corona-Infektion genesen ist oder den vollständigen Impfschutz hat oder einen aktuellen negativen Test vorweisen kann. – Mund-Nase-Schutz wollen wir weiterhin tragen. (Änderungen der Regelungen sind möglich.)