“Der Gesellschaft etwas vom Familienglück zurückgeben” – Bericht über unsere Forumsmitglieder Jutta und Burkhard Millner

“Der Gesellschaft etwas vom Familienglück zurückgeben … ein Halterner Ehepaar betreut eine Flüchtlingsfamilie aus Armenien. Diese sollte eigentlich abgeschoben werden und hat jetzt eine neue Perspektive”.

So berichtet die “Halterner Zeitung” in einem Artikel vom 14.9.2019 über die Aktivitäten unsere Forumsmitglieder Jutta und Burkhard Millner. Beide engagieren sind seit langem als ehrenamtliche Flüchtlingspaten.

Scan des Beitrages in der Halterner Zeitung v. 14.9.2019

Wer mehr darüber wissen will, wie man Flüchtlingspate werden kann, mag eine Email an Anna Haverkamp (Caritas) senden: a-haverkamp@caritas-dattelnhaltern.de oder im Wilkommenscafé vorbeischauen. Das Wilkommenscafé findet immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr sowie freitags von  11 bis 13 Uhr in der ehemaligen Erich-Kästner-Schule statt. (Hier finden Sie noch mehr Aktivitäten und Termine des Asylkreises in Haltern am See.)

 

30.9.2019, Recklinghausen: Vortrag/Diskussion: “Anders wirtschaften — wie alle besser leben können”

“Anders wirtschaften — wie alle besser leben können”
(Vortrag und Diskussion von und mit Prof. Heinz-Josef Bontrup und Prof. Alberto Acosta Espinosa)

  • Wann: Montag, 30. September 2019, 19.30 Uhr
  • Wo: Westfälische Hochschule Recklinghausen,
    August-Schmidt-Ring 10, 45665 Recklinghausen

– Eintritt frei –
Veranstalter:  Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Kreise im Stadtkomitee der Katholiken, Recklinghausen, in Kooperation mit iWiPO-Institut,  Westfälische Hochschule Recklinghausen,  Volkshochschule Recklinghausen, Kath. Kreisbildungswerk Recklinghausen, Ev. Akademie Recklinghausen Prof. Heinz-Josef Bontrup Prof. Alberto Acosta Espinosa

Mehr Information hier: FlyerAnderswirtschaften.pdf

6.10.2019, Haltern am See: Vortrag von Ruby Hartbrich: „Seenotrettung von Flüchtenden im Mittelmeer“

Das Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt (www.forumdrv.de) lädt ein zu folgender Veranstaltung:

„Seenotrettung von Flüchtenden im Mittelmeer“

Vortrag (mit Film und anschließender Diskussion) von
Ruby Hartbrich, Ärztin und Sea-Watch-Aktivistin

  • Wann: Sonntag, 06.10.2019, 11:00 bis 13 Uhr
  • Wo: Haltern am See, Saal des Alten Rathauses
The Sea-Watch 3 patrolling the Central Mediterranean Search and Rescue Zone; International Waters off Libya; 19/12/2018, photo taken by Chris Grodotzki / Sea-Watch.org

Ruby Hartbrich wird von ihren Einsätzen auf Rettungsschiffen der Organisation “Sea-Watch” im Mittelmeer berichten. Die Marburger Ärztin stellt die Hintergründe der Fluchtbewegung dar und zeigt aktuelles Filmmaterial.
Mittlerweile acht Mal half Ruby Hartbrich auf Rettungsschiffen der Organisation “Sea Watch” Flüchtenden im Mittelmeer. Die Einsätze der ehrenamtlich Helfenden dauern jeweils drei Wochen am Stück. Hartbrich behandelt bei den Geretteten alle möglichen Krankheiten: Infektionen, Verbrennungen, Schusswunden, Knochenbrüche, Dehydrierung. Die Einsätze werden immer mehr schwieriger. Viele Flüchtlinge ertrinken, weil zu wenige Rettungsschiffe vor Ort sind. Die Flüchtenden gehen das Risiko des Ertrinkens ein, weil sie in Libyen und anderen Ländern Gewalt, Folter, Sklaverei und Tod erwarten. Ruby Hartbrich mahnt uns daran zu denken, was wir tun würden, wenn wir in einer so verzweifelten Situation wären.

Zur Person: Ruby Hartbrich ist Ärztin in Marburg. Im Juli 2019 wurde sie von der Humanistischen Union für ihr ehrenamtliches Engagement mit einem Preis ausgezeichnet, dem „Marburger Leuchtfeuer“ (die Dankesrede von Frau Hartbrich finden Sie hier, hier ein weiteres Video).

Alle Interessierten sind herzlich zum Vortrag und zur anschließenden Diskussion eingeladen.

Veranstalter: Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt (www.forumdrv.de)

14.11.2019, Haltern am See: „Flüchtlinge weggesperrt? – Aktuelle Entwicklungen der Flüchtlingspolitik“

Titelbild Amos 2-2019

Am 14.11. um 18.30 Uhr findet in der Stadtbücherei eine Veranstaltung
zum Thema „Flüchtlinge weggesperrt?“ – „Aktuelle Entwicklungen der
Flüchtlingspolitik“ statt . Mehrere Mitglieder des Asylkreises bzw. des Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt (www.forumdrv.de) haben Beiträge im aktuellen Heft der Zeitschrift AMOS veröffentlicht. Dieses wird der Öffentlichkeit vorgestellt und die Autoren laden zur Diskussion ein. (Das Inhaltsverzeichnis der Amos-Ausgabe kann man hier herunterladen.)

27.11.2019, Haltern am See, Vortrag: “Rechtspopulisten im Parlament”

Rechtspopulisten im Parlament
Polemik, Agitation und Propaganda der AfD
Vortrag und Diskussion mit der Politikwissenschaftlerin  Prof. Dr. Gudrun Hentges (Uni Köln)

  • Wann: Mittwoch, 27. November 2019, 19.00 Uhr
  • Wo: Im Spieker, In der Grabenstiege, Haltern am See

Dem privaten Reichtum einiger Weniger steht die Armut von immer mehr Menschen, inklusive der öffentlichen Armut, gegenüber. Ist die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte die Ursache für diese Spaltung der Gesellschaft sowie das Aufkommen und Wirken der AfD und anderer rechter Parteien? Von Rechtspopulisten angeführt und von Rechtsextremisten unterstützt,  beantwortet die politische Rechte die „Soziale Frage“ mit  Menschenverachtung und Fremdenfeindlichkeit. Damit gelingt es ihnen, dass sich „Wutbürger“ in autoritär organisierte Bürgerproteste „auf der Straße“ einreihen und Hass, bis hin zur Gewalt, äußern.
Dass als Folge davon rechte Parteien auch bei Wahlen Zuspruch erhalten, zeigt ihre Anwesenheit in mittlerweile allen Landtagen, im Bundestag sowie im Europaparlament, wo sie offen ihre nationalistische Gesinnung und Demokratiefeindlichkeit demonstrieren.
Wissenschaftliche Feststellungen belegen, dass rechtes Gedankengut auch in der Mitte der Gesellschaft vertreten ist und als Zuspruch für eine nationalistische Führung mit „Wirtschaftskompetenz“ und „starker Hand“ (siehe z. B. US-Präsident Donald Trump, Ministerpräsident Ungarns Viktor Orbán) ihren Niederschlag findet.

Veranstalter:
Freunde der Stadtbücherei Haltern am See e.V. und
Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt

Eintritt 5 €

Halterner Stadtrat soll Bundesregierung zur Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrages auffordern

Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt sagt: Halterner Stadtrat soll Bundesregierung zur Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrages auffordern

Effects of the atomic bomb on Hiroshima. US government, Post-Work: User:W.wolny (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AtomicEffects-Hiroshima.jpg)

Heute vor 74 Jahren, am 6. August 1945, warfen die USA eine Atombombe auf Hiroshima ab, wenige Tage später, am 9. August, eine weitere auf Nagasaki. Beide Städte wurden in Schutt und Asche gelegt. Bis Dezember 1945 starben 120 Tsd. der 330 Tsd. Einwohner Hiroshimas, in Nagasaki wurden 80 Tsd. von 250 Tsd. getötet (Children of the Atomic Bomb 2019). Ein großer Teil der Überlebenden erkrankte in den folgenden Jahrzehnten an Krebs, Mütter erlitten Todgeburten oder brachten Kinder mit massiven Behinderungen zur Welt. Bis heute sterben Menschen an den Folgen der radioaktiven Strahlung oder leiden an Behinderungen (siehe dazu den Bericht der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs).

Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt fordert den Rat der Stadt auf, eine Resolution an die Bundesregierung zu richten – Bundesregierung soll UN-Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen.

Das Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt hat anlässlich des des Gedenkens an die Opfer der Atombomben-Abwürfe einen Ratsantrag an den Bürgermeister der Stadt Haltern eingereicht.

Das Forum bittet den Rat der Stadt auf, eine Resolution an die Bundesregierung zu richten. Mit dieser Resolution soll die Bundesregierung aufgefordert werden, den UN-Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 zu unterzeichnen. Bisher hat  die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag nicht unterschrieben.

Nachdem die zivilgesellschaftlichen Initiatoren der „Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) in 2017 dafür den Friedensnobelpreis erhielten, sollte dies Ansporn für die Bundesrepublik sein, sich nunmehr dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag nicht länger zu verweigern und die letzten US-Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen und völkerrechtlich zu ächten.

Dies ist auch ein kommunales Anliegen. Die Bürgervertreter in den Kommunen haben eine Mitverantwortung für den Schutz unser Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Massenvernichtungswaffen unterscheiden nicht zwischen Militärs und Zivilbevölkerung – sie töten jeden Menschen.

Weitere Informationen über den UN-Atomwaffenverbotsvertrag und die Haltung der Bundesregierung finden Sie hier: