Videoinstallation zur Erinnerung an die Pogromnacht (9. November 1938) in Haltern am See

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 – in der Reichspogromnacht – wurden in Haltern Juden verhaftet. Nationalsozialisten drangen in ihre Wohnungen ein, zertrümmerten das Mobiliar und setzten es in Brand. Die Synagoge an der Rekumer Straße wurde ebenso wie der jüdische Friedhof stark beschädigt.

Das Forum Demokratie, Respekt und Vielfalt  erinnert alljährlich mit einer Kundgebung in Haltern an die Schrecken der Pogromnacht. Die Kundgebung setzt einen Zeichen gegen jegliche Art von Fremdenhass. (Hier finden Sie den Aufruf zur Kundgebung 2020.) Leider konnte die Kundgebung nicht wie geplant stattfinden. Zwar sind auch während der Coronapandemie politische Kundgebungen (mit entsprechendem Hygienekonzept) möglich. Dennoch hielt es das Forum für sinnvoll, auf eine Form der Erinnerung zu verzichten, bei der sich viele Menschen treffen.

Zum Gedenken hatte das Forum zu einer Videoinstallation eingeladen. Am Freitagabend wurden fünfzig Fotos in die Fenster des Alten Rathauses projiziert. Die Bilder zeigen Ereignisse der Nazizeit in Haltern. Stadtarchivar Gregor Husmann hat die Fotos zur Verfügung gestellt; Thomas Rath fügte sie zu einer Videoinstallation zusammen.

 


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