15. September 2020: “Sicherheit neu denken.  Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik”- Vortrag und Diskussion mit Ralf Becker

“Sicherheit neu denken.  Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik”

  • Wann: 15. September 2020, 19 Uhr
  • Wo: Christuskirche, Limperstr. 13, 45657 Recklinghausen
  • Referent: Ralf Becker, Projektkoordinator „Sicherheit neu denken“ der Evangelischen Landeskirche in Baden

Das Platzangebot ist auf Grund der geltenden Hygieneregelungen begrenzt. Ihre Anwesenheit muss dokumentiert werden. Bitte kommen Sie daher zeitig. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht unter gertzjohannes54@gmail.com.

Mehr Informationen finden Sie auf dem Flyer zum Download.

Halterner Forum gedachte der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – Forderung nach sofortigem Atomwaffenverbot

Das Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt gedachte  der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Das Forum  fordert ein sofortiges Atomwaffenverbot.

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Etwa 20 Mitglieder des Halterner Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt sowie des Asylkreises gedachten am Donnerstagabend der schrecklichen Atombombenabwürfe vor 75 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki mit Hunderttausenden Todesopfern. Mit einem Großplakat an der Weseler Straße wird die Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags eingefordert statt der Diskussionen um atomare Teilhabe der Bundesrepublik. Ein aufrüttelnder Text von Hilde Domin: “Abel steh auf”, vorgetragen von Bernhard Damm, gemahnte zur Besinnung.

Wer den Text erneut oder erstmalig hören will, findet ihn hier, von Hilde Domin selbst vorgetragen:

Im kommenden Jahr will das Forum erneut zum Atomwaffenlager nach Büchel in der Pfalz fahren, um dort für atomare Abrüstung zu demonstrieren und für den sofortigen Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland.

Mehr Fotos finden Sie hier.

Fotos: Tom Rath; Text: Wilhelm Neurohr, für die Webseite z.T. bearbeitet von Werner Nienhüser

“Grüner Talk” – an den nächsten 5 Samstagen in der Rekumer Straße

An den nächsten 5 Samstagen organisieren die Grünen” in der Rekumer Straße einen “Grünen Talk” :  Gespräche mit Expert*innen zu wichtigen Themen.

  • Wann:  an den nächsten 5 Samstagen, 11:00 -11:30 Uhr
  • Wo: Rekumer Str.
  • Zu unserer aller Sicherheit: Mund-Nasenschutz nicht vergessen

Themen

  • 15.08.: „Flucht und Integration“; Gäste: Ute Erler, Christel Baumann, David Schütz, 2 Flüchtlinge, die seit einigen Jahren in Haltern leben.
  • 22.08.: „Die Lehren aus Corona im Hinblick auf die Digitalisierung“:  Gäste: Matthi Bolte-Richter, Bündnis 90/ Die Grünen, MdL; Matthias Lindhorst, Chaos Computer Club Essen; Dr. Marco Zerwas, Bündnis 90/ Die Grünen, Landratskandidat
  • 29.08.: „Lokal nachhaltig einkaufen und Landwirtschaft“; Gäste:  Matthias Janker, Inhaber des Geschäfts Haltern Unverpackt; Maaike Thomas, Bündnis 90/ Die Grünen; Vertreter*in der Landwirtschaft
  • 05.09: „Nahmobilität“; Gäste: Otto K. Rohde, Sprecher des ADFC Haltern am See; Jennifer Freckmann, Susanne Brächer
  • 12.09.: „Erneuerbare Energien – Wie kann die Energiewende gelingen?“; Gäste: Uli Ahlke, Vorsitzender des Vereins WieWollenWirLeben, Michael Zimmermann, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen Haltern am See

Mehr Informationen: https://www.gruene-haltern.de/2020/08/10/an-den-naechsten-5-samstagen-findet-am-infostand-der-gruenen-in-der-rekumer-strasse-jeweils-ein-gruener-talk-von-1100-1130-uhr-zu-unterschiedlichen-themen-statt-zu-dem-interessierte-waehlerinnen/

Halterner Forum erinnert mit Großplakat an die Atombombenabwürfe vor 75 Jahren

Pressemitteilung des Halterner Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt

Quelle des Fotos: https://www.friedenskooperative.de/hiroshimatag2020


Halterner Forum erinnert mit Großplakat an die Atombombenabwürfe vor 75 Jahren

HALTERN. Mit einem Großplakat unter dem Motto „Hiroshima und Nagasaki mahnen – für das UN-Atomwaffenverbot“ will das Halterner Forum (www.forumdrv.de) vom 7. bis 17. August das Thema im Halterner Straßenbild ins Bewusstsein bringen. Bereits im vorigen Monat hatte Bürgermeister Bodo Klimpel die Flagge des weltweiten Bündnisses für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen vor dem Rathaus gehisst und für den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag plädiert.
Am 6. August 1945 explodierte in Hiroshima die erste Atombombe über bewohntem Gebiet, drei Tage später, am 9. August, traf es Nagasaki. Was vor 75 Jahren zum Ende des 2. Weltkrieges im Pazifik geschah, um Japan zur Kapitulation zu zwingen, war verheerend: Insgesamt 100.000 Menschen, überwiegend Zivilisten, wurden durch die Atombomben getötet, mindestens weitere 130.000 starben an den Folgeschäden.
„Dass derzeit über atomare Teilhabe Deutschlands statt über Abrüstung diskutiert wird und über die Transportfähigkeit der Atomraketen in Büchel durch die Bundeswehr, ist beunruhigend“, meinen die Forumsmitglieder. Die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen sei generell völkerrechtswidrig, wie der Internationale Gerichtshof in seinem Gutachten vom 8.Juli 1996 festgestellt habe. Mit ihrem stillen Gedenken am Sonntagabend vor der Plakatwand an der Weseler Straße/Ecke Starkmannstraße und einigen Textbeiträgen soll deshalb auch die Halterner Bevölkerung angehalten werden, sich den Friedensinitiativen zu öffnen.

 

Weitere Informationen

Effects of the atomic bomb on Hiroshima. US government, Post-Work: User:W.wolny (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AtomicEffects-Hiroshima.jpg)

Am 6. August 1945 warfen die USA eine Atombombe auf Hiroshima ab, wenige Tage später, am 9. August, eine weitere auf Nagasaki. Beide Städte wurden in Schutt und Asche gelegt. Bis Dezember 1945 starben 120 Tsd. der 330 Tsd. Einwohner Hiroshimas, in Nagasaki wurden 80 Tsd. von 250 Tsd. getötet (Children of the Atomic Bomb 2019). Ein großer Teil der Überlebenden erkrankte in den folgenden Jahrzehnten an Krebs, Mütter erlitten Todgeburten oder brachten Kinder mit massiven Behinderungen zur Welt. Bis heute sterben Menschen an den Folgen der radioaktiven Strahlung oder leiden an Behinderungen (siehe dazu den Bericht der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs).

Siehe auch:

Haltern am See: Gesprächsrunde mit den Spitzenkandidat*innen für die Kommunalwahl im Livestreaming

Haltern am See, 12. August, 18 Uhr:  Gesprächsrunde mit den Spitzenkandidat*innen für die Kommunalwahl im Livestreaming
Das Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt und der Asylkreis ein Podiumsgespräch mit den Halterner Bürgermeisterkandidat*innen (sowie den  Spitzenkandidat*innen/Fraktionsvorsitzenden der übrigen Parteien) geführt.
  • Wann: Mittwoch, 12. August um 18.00 Uhr
  • Hier können Sie die Aufzeichnung sehen.

 

Und hier noch einmal der Link zu unserem Facebook Kanal: Forum DRV auf Facebook
Dort gibt es auch ein Link zum YouTube-Video.
Im Vordergrund des Gesprächs standen drei Themenschwerpunkte:
  • Das soziale Engagement auf kommunaler Ebene für Flüchtlinge, Ausländer und sozial Benachteiligte,
  • die Wohnraumsituation und der soziale Wohnungsbau in Haltern mit bezahlbaren Mieten und
  • die Stärkung der lokalen Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz.
Näheres zu diesen Themen finden Sie auch in der PDF-Datei “Forums-Gesprächsrunde mit den Spitzenkandidaten am 12. August 2020” zum Herunterladen. …. Weitere Berichte folgen.

Sommerakademie von Attac: “System change! Aber wie?”

Quelle: https://www.attac.de/sommerakademie/start/

Die Sommerakademie von Attac findet dieses Jahr online statt. Jede/r kann an  den vielen Veranstaltungen kostenlos online teilnehmen. 

Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto:

“System change! Aber wie?”

Ich erlaube mir, auf eine Veranstaltung hinzuweisen, an der ich beteiligt bin.

Arbeit im Kapitalismus – Corona als Transformationsbeschleuniger?

mit den Organisator*innen Carolin Mauritz und Prof. Dr. Werner Nienhüser sowie den Referent*innen Dr. Stefanie Hürtgen und PD Dr. Ronald Hartz
Sonntag, 19. Juli 2020 – 10 Uhr

“„There is a crack in everything / That’s how the light gets in”. Dieses Zitat aus dem Lied und Gedicht „Anthem“ von Leonard Cohen trifft einen Aspekt der gegenwärtigen Krise: Die Corona-Pandemie zeigt die Risse im System der kapitalistischen Arbeitsorganisation, sie erhellt Probleme, Schwachstellen, Risse werden sichtbar. Die Risse verschwinden aber nicht dadurch, dass sie sichtbar werden. Wir müssen etwas dafür tun – das System reparieren, umbauen, neu aufbauen.Mit zwei Expert*innen soll über die folgenden Fragen gesprochen werden: Welche Veränderungen für die Organisation von Arbeit hat die Pandemie bewirkt; welche Probleme (Risse) sind sichtbar geworden? Ist (auch über Naheliegendes, wie vermehrtes Arbeiten im Home Office hinaus) etwas Neues entstanden, was sich zu bewahren und zu verstärken lohnt? Gibt es negative Entwicklungen, gegen die wir etwas tun müssen? Wie schätzen die Referent*innen die langfristige Entwicklung der Organisation von Arbeit ein?

In dem Gespräch sollen auch die Differenzen zwischen Beschäftigtengruppen und die internationale Arbeitsteilung in den Blick genommen werden: Die Organisation von Arbeit in der Fleischwirtschaft unterscheidet sich von der in Architekturbüros und Hochschulen. Wenn Primark und Co. weniger Wegwerf-T-Shirts einkaufen, verlieren in Bangladesch Arbeiter*innen ihre Ernährungsgrundlage. Schließlich wird gefragt: Was ist zu tun? Spätestens bei dieser Frage ist auch die nach den Machtverhältnissen zu stellen.” (Direkte Einwahl hier: https://vk.attac.de/b/han-wtv-447)

Digitale Patenschaften -Schule in Corona-Zeiten: Lernförderung in Haltern am See

Aktion des Asylkreises Haltern am See

“Digitale Patenschaften -Schule in Corona-Zeiten: Bei der Lernförderung in Haltern am See bekommen Schülerinnen und Schüler Unterstützung bei ihren Hausaufgaben und haben die Möglichkeit an Computern zu arbeiten. Janina Werner hat sie besucht.” (Siehe auch hier: https://www1.wdr.de/nachrichten/wdrforyou/deutsch/wdrforyou-digitale-patenschaft-de-100.html)

Aus eigener Kraft vor allem

Samim Mohammadi hat seinen Gesellenbrief“, berichtet der Stadtspiegel vom 6.7.2020 . Herr Mohammadi kam vor fünf Jahren aus Afghanistan nach Deutschland. Jetzt hat seine Ausbildung zum Maler und Lackierer bei der Firma Fimpeler in Haltern abgeschlossen. Wir gratulieren herzlich. Herr Mohammadi dankt bei der Überreichung des Gesellenbriefes seinem Meister, Hermann Fimpeler, den Lehrerinnen des Ausbildungszentrums und seinem Paten und Freund Theo Haggeney, (Herr Haggeney ist im Asylkreis Haltern und im Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt aktiv.).

WDRforyou, ein Online-Portal in vier Sprachen (Arabisch, Persisch, Englisch Deutsch) für Flüchtlinge in Deutschland wird demnächst über die Verleihung des Gesellenbriefes und die Dankesrede des frisch gebackenen Gesellen berichten.

“Samim Mohammadi hat den WDR eingeladen: ‘Ich möchte andere geflüchtete und junge deutsche Menschen motivieren, arbeiten zu gehen oder eine Ausbildung zu machen'” (Stadtspiegel v. 6.7.20).

“Amelia aus Albanien hat dank Christel Baumann wieder eine Chance”

Amelia aus Albanien hat dank Christel Baumann wieder eine Chance“.
Was individuelle Hilfe für Flüchtende bedeutet, zeigt eindrücklich der Bericht von Petra Herrmann in der Halterner Zeitung und in den Ruhrnachrichten (jeweils erschienen am 30.6.2020).  Amelia kam 2013 im Alter von zwei Jahren mit ihrer Familie aus Albanien nach Haltern. Das zweijährige Mädchen leidet unter einer schweren Behinderung. Christel Baumann , im Asylkreis (und auch im Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt) aktiv, hat Amelie und ihre Familie unterstützt. Mit Erfolg.

“Als Amelia 2015 nach Haltern kam, konnte sie ihren Kopf nicht alleine halten, nicht sitzen, weder selbstständig stehen noch laufen. Heute sieht ihr Leben ganz anders aus. ” … Mittlerweile läuft Amelia ohne fremde Hilfe, besucht die erste Klasse und verzaubert mit ihrem Lachen nach wie vor jeden, der ihr begegnet. Vieles davon verdankt sie Christel Baumann aus Haltern. … Fragt man Christel Baumann nach ihren Beweggründen für ihr Engagement, dann zückt sie ihr Handy und zeigt ein Foto und ein Video von Amelia. Ein lachendes, fröhliches Mädchen mit großen, strahlenden Augen, das selbstständig laufen kann. Christel Baumann: „Dafür lohnt sich jede Mühe!“ (Halterner Zeitung und in den Ruhrnachrichten, 30.6.2020).

Mehr dazu in der Halterner Zeitung und in den Ruhrnachrichten v. 30.6.2020).

Stadtsparkasse Haltern am See
Caritasverband Ostvest e.V.
IBAN: DE98 4265 1315 0000 0687 59
BIC: WELADED1HAT
Verwendungszweck: Amelia
(Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.)

Forum DRV und Asylkreis fordern dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen

Pressemitteilung – Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt

Forum DRV und Asylkreis fordern dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen

Friedliche Demonstration vor Marler Flüchtlingsunterkunft

Forum und Asylkreis aus Haltern demonstrierten mit Unterstützung des Halterner Könzgenhauses und der Marler Flüchtlingshilfe am Samstag vor der Zentralen Unterbringungseinrichtung („ZUE”) des Landes NRW am Lehmbecker Pfad in Marl.

In einem offenen Brief hatten sie sich zuvor zusammen mit der evangelischen und katholischen Kirche an den Ministerpräsidenten sowie Verantwortliche auf kommunaler, Kreis- und Landesebene gewandt. Die engagierte Zivilgesellschaft und die in der ZUE lebenden Flüchtlinge müssen sich seit Einführung des Asylstufenplans NRW einem System beugen, das Integration und Selbstbestimmung verhindert. Nun sind die Menschen in den Sammelunterkünften in der Coronakrise einem hohen Risiko ausgesetzt, obwohl Kirchen und andere Organisationen alternative Unterbringungs- und Integrationsmöglichkeiten angeboten haben.

Die Halterner Aktiven waren nicht das erste Mal in der Landesunterkunft in Marl. Bei aller Kritik, die der Asylkreis seit fast zwei Jahren an dem System der zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) vielfältg geäußert hat, unterstützt er aktiv die Marler Flüchtlingshilfe beim Aufbau eines Willkommenscafes im katholischen Pfarrheim gegenüber. Der Marler Pfarrer Innig schätzt diese Unterstützung sehr und gesellte sich gerne zu den Demonstranten.

Im Laufe des Vormittags führten die Flüchtlingshelfer viele Gespräche mit den Wachdiensten und Angestellten von European Homecare, die zusammen mit der Bezirksregierung die Unterkunft in Marl „betreuen”. Später wagten sich auch die Bewohner dazu. Sie bekamen schnell mit, dass die erfahrenen Flüchtlingshelfer ihnen wohl gesonnen sind und so erzählten sie von ihren Sorgen und Nöten. Eine vierköpfige Familie, die schon ein Jahr in der ZUE lebt, wird noch bis zu einem weiteren Jahr hinter dem Zaun der ZUE bleiben müssen. Die (volljährigen) Kinder haben keinen Zugang zum Bildungssystem oder zu Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten. Eine selbstbestimmte Lebensführung, wie das Kochen und Essen landestypischer Speisen, ist nicht möglich. Der Betreiber versorgt alle Bewohner aufwendig mit Fertigkost morgens, mittags und abends.

Warum müssen diese Menschen bis zu zwei Jahren abgeriegelt durch hohe Zäune, die Freundschaften und jeglicher Integration im Wege stehen, leben? Ist es nur die Angst der Behörden vor rassistischen Übergriffen? Unterstellt man der Gesellschaft in Marl denn so anders zu sein als in Haltern, wo Flüchtlinge ohne den Schutz von Scharen von Security, aber mit vielen Freundschaften zwischen Flüchtlingen und Bürgerinnen selbstbestimmt leben, essen, lernen und arbeiten können?

Das Coronavirus hat den letzten deutlichen Beweis geliefert: Das Leben in der ZUE gefährdet die Gesundheit und das Leben der Menschen. Auch in einer Halterner Flüchtlingsunterkunft gab es einen Infektionsfall, aber durch die eigenständigen Wohneinheiten entstanden keine Infektionsketten wie in Marl, wo sich direkt über 20 Flüchtlinge angesteckt haben. In Haltern hatte ein ehrenamtlicher Einkaufsdienst ohne großen Aufwand eine Woche Quarantäne aller Bewohner der über 20 Wohneinheiten überbrückt – kostenlos! In Marl braucht es ein komplettes kostspieliges Catering, das trotzdem die Bedürfnisse der Bewohner nicht wirklich befriedigen kann.

Am Zaun der ZUE enden die Selbstbestimmung der Flüchtlinge und die Integrationsmöglichkeiten der engagierten Zivilgesellschaft!

Haltern am See, den 08.06.2020

(Alle Fotos: Tom Rath)