Mahnwache in Haltern am See: Hilfe für die Menschen in Afghanistan

Afghanische Familien in Haltern am See laden zusammen mit dem Asylkreis, dem Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt sowie den Kirchen ein zu einer

Mahnwache
auf dem Marktplatz in Haltern am See
am Freitag, den 20.08.2021,  18 bis 19 Uhr.

“Wir stehen an der Seite unserer afghanischen Mitbürger*innen – sprachlos und ohnmächtig. Daher beginnen wir die Mahnwache im Schweigen.
Unsere afghanischen Mitbürger*innen haben uns gebeten, mit Ihnen eine Möglichkeit zu finden, ihren Schmerz und ihre Wut zum Ausdruck zu bringen. Nach dem Schweigen haben die Familien das Wort.
Appelle und Forderungen werden auf Transparenten den Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft sichtbar gemacht. Die Kirchen laden abschließend zum Gebet ein.” (Quelle: Die Organisatoren der Veranstaltung).

Menschenkette gegen Atomwaffen am 5.9.21 in Büchel

Komm zur Menschenkette der Kampagne “Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt”

“Am 22. Januar 2021 ist der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft getreten. 55 Staaten haben den Vertrag bereits ratifiziert, 34 weitere Staaten haben unterzeichnet. Die Bundesregierung lehnt den Beitritt hingegen strikt ab. Das möchten wir ändern und mit einer kraftvollen Aktion ein deutliches Zeichen setzen:

Deutschland muss die nukleare Teilhabe endlich beenden!
Die neu gewählte Bundesregierung muss dem Atomwaffenverbotsvertrag endlich beitreten!
Das Thema nukleare Abrüstung werden wir zu einem der zentralen Wahlkampfthemen machen. Deshalb rufen wir auf zur Menschenkette am Fliegerhorst Büchel am Sonntag, den 5. September 2021.” (https://www.friedenskooperative.de/anmeldung-menschenkette)

Anmelden hier:
https://www.friedenskooperative.de/anmeldung-menschenkette

Kriegerdenkmal oder Kriegsmahnmal?

Bei Bildinterpretationen ist die betrachtende Person nicht passiv; sie nimmt eine Perspektive ein. Nicht ausgeschlossen ist, ein Bild gezielt aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Die historische Perspektive ist sicher eine davon. Ich will hier meinen ersten Eindruck des Denkmals wiedergeben und Fragen stellen.


Mein erster Impuls bei Ansehen des Denkmals bzw. von Bildern des Denkmals war eine Frage: Sehe ich ein Kriegerdenkmal oder ein Kriegsmahnmal? Mein Eindruck des Denkmals oder Mahnmals wird von der Darstellung zweier Soldaten dominiert. In meiner Wahrnehmung des Gesamtbildes steht die Darstellung der Kämpfer, der Täter des Krieges, eindeutig im Vordergrund.

Zwei Soldaten. Überlebensgroß. Entschlossen-kämpferische Mienen. Die Soldaten scheinen nicht nur voranzuschreiten, sondern kurz vor dem Angriff zu stehen; schließlich trägt einer der beiden die Handgranate zum Wurf bereit in der Hand. Eine positive Assoziationen weckende Darstellung heldenhafter Kämpfer, das wollten die nationalsozialistischen Schöpfer. Zumindest zu ihrer Zeit dürfte ihnen dies wohl gelungen ein.

Was tritt beim Betrachten in den Hintergrund? Die vergleichsweise kleinen Mahntafeln verändern das durch die Kämpferdarstellung dominierte Bild wenig. Meine Wahrnehmung wird vor allem durch die heroisch wirkenden Krieger geprägt, weniger durch die Tafeln und deren Texte. Geht das nur mir so? Ich glaube nicht. Und können dann noch so richtige Reden an Gedenktagen diesen Eindruck korrigieren und das Gedenken auf die Opfer der Kriege richten?

“Jedes Gedenken der Gefallenen, also Ermordeten, ohne die klare Ableugnung der Kriegsidee ist eine sittliche Schande und ein Verbrechen an der nächsten Generation” (Tucholsky 1927: 555)[1]Ignaz Wrobel (Kurt Tucholsky) 1927: Über wirkungsvollen Pazifismus. In: Die Weltbühne, 11.10.1927, Nr. 41, S. 555. (In: Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 5, Reinbek bei Hamburg … Continue reading.

Erneut und vielleicht immer wieder über ein solches Denkmal und seine Wirkungen zu diskutieren, ist richtig. Alles andere wäre eine Schande.

Text: Werner Nienhüser. Fotos: Hermann Döbber. Die Ansichten des Verfassers und des Fotografen geben nicht unbedingt die Meinung des gesamten Forums oder seiner Mehrheit wieder.

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Ignaz Wrobel (Kurt Tucholsky) 1927: Über wirkungsvollen Pazifismus. In: Die Weltbühne, 11.10.1927, Nr. 41, S. 555. (In: Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 5, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 337-343. Hier Seite 342); gemeinfrei verfügbar unter:  http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1927/%C3%9Cber+wirkungsvollen+Pazifismus.

„Die falsche Lehre aus Stukenbrock“ – Rede von Eugen Drewermann

(Quelle: youtube)

„Die falsche Lehre aus Stukenbrock“
“Eugen Drewermann, prominentes Mitglied der Friedensbewegung, hält die Gedenkrede:
„Man kann Frieden nur haben, wenn man abrüstet. So kommen wir aus dem Teufelskreis heraus oder wir ziehen ewig die falsche Lehre aus Stukenbrock.“ Das sagt Eugen Drewermann beim Antikriegstag des Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock am Samstag auf dem Sowjetischen Ehrenfriedhof. Der 80-jährige ehemalige katholische Priester und Kirchenkritiker, er trat vor 15 Jahren aus der Kirche aus, ist prominentes Mitglied der Friedensbewegung und zum zweiten Mal Gastredner des Antikriegstages.” (Monika Schönfeld, Westfalen-Blatt v. Sonntag, 06.09.2020, abgefragt am 12.9.2020)

Mehr Informationen:

15. September 2020: “Sicherheit neu denken.  Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik”- Vortrag und Diskussion mit Ralf Becker

“Sicherheit neu denken.  Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik”

  • Wann: 15. September 2020, 19 Uhr
  • Wo: Christuskirche, Limperstr. 13, 45657 Recklinghausen
  • Referent: Ralf Becker, Projektkoordinator „Sicherheit neu denken“ der Evangelischen Landeskirche in Baden

Das Platzangebot ist auf Grund der geltenden Hygieneregelungen begrenzt. Ihre Anwesenheit muss dokumentiert werden. Bitte kommen Sie daher zeitig. Eine vorherige Anmeldung ist erwünscht unter gertzjohannes54@gmail.com.

Mehr Informationen finden Sie auf dem Flyer zum Download.

Halterner Forum gedachte der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – Forderung nach sofortigem Atomwaffenverbot

Das Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt gedachte  der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Das Forum  fordert ein sofortiges Atomwaffenverbot.

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Etwa 20 Mitglieder des Halterner Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt sowie des Asylkreises gedachten am Donnerstagabend der schrecklichen Atombombenabwürfe vor 75 Jahren auf Hiroshima und Nagasaki mit Hunderttausenden Todesopfern. Mit einem Großplakat an der Weseler Straße wird die Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags eingefordert statt der Diskussionen um atomare Teilhabe der Bundesrepublik. Ein aufrüttelnder Text von Hilde Domin: “Abel steh auf”, vorgetragen von Bernhard Damm, gemahnte zur Besinnung.

Wer den Text erneut oder erstmalig hören will, findet ihn hier, von Hilde Domin selbst vorgetragen:

Im kommenden Jahr will das Forum erneut zum Atomwaffenlager nach Büchel in der Pfalz fahren, um dort für atomare Abrüstung zu demonstrieren und für den sofortigen Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland.

Mehr Fotos finden Sie hier.

Fotos: Tom Rath; Text: Wilhelm Neurohr, für die Webseite z.T. bearbeitet von Werner Nienhüser

Halterner Forum erinnert mit Großplakat an die Atombombenabwürfe vor 75 Jahren

Pressemitteilung des Halterner Forums für Demokratie, Respekt und Vielfalt

Quelle des Fotos: https://www.friedenskooperative.de/hiroshimatag2020


Halterner Forum erinnert mit Großplakat an die Atombombenabwürfe vor 75 Jahren

HALTERN. Mit einem Großplakat unter dem Motto „Hiroshima und Nagasaki mahnen – für das UN-Atomwaffenverbot“ will das Halterner Forum (www.forumdrv.de) vom 7. bis 17. August das Thema im Halterner Straßenbild ins Bewusstsein bringen. Bereits im vorigen Monat hatte Bürgermeister Bodo Klimpel die Flagge des weltweiten Bündnisses für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen vor dem Rathaus gehisst und für den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag plädiert.
Am 6. August 1945 explodierte in Hiroshima die erste Atombombe über bewohntem Gebiet, drei Tage später, am 9. August, traf es Nagasaki. Was vor 75 Jahren zum Ende des 2. Weltkrieges im Pazifik geschah, um Japan zur Kapitulation zu zwingen, war verheerend: Insgesamt 100.000 Menschen, überwiegend Zivilisten, wurden durch die Atombomben getötet, mindestens weitere 130.000 starben an den Folgeschäden.
„Dass derzeit über atomare Teilhabe Deutschlands statt über Abrüstung diskutiert wird und über die Transportfähigkeit der Atomraketen in Büchel durch die Bundeswehr, ist beunruhigend“, meinen die Forumsmitglieder. Die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen sei generell völkerrechtswidrig, wie der Internationale Gerichtshof in seinem Gutachten vom 8.Juli 1996 festgestellt habe. Mit ihrem stillen Gedenken am Sonntagabend vor der Plakatwand an der Weseler Straße/Ecke Starkmannstraße und einigen Textbeiträgen soll deshalb auch die Halterner Bevölkerung angehalten werden, sich den Friedensinitiativen zu öffnen.

 

Weitere Informationen

Effects of the atomic bomb on Hiroshima. US government, Post-Work: User:W.wolny (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AtomicEffects-Hiroshima.jpg)

Am 6. August 1945 warfen die USA eine Atombombe auf Hiroshima ab, wenige Tage später, am 9. August, eine weitere auf Nagasaki. Beide Städte wurden in Schutt und Asche gelegt. Bis Dezember 1945 starben 120 Tsd. der 330 Tsd. Einwohner Hiroshimas, in Nagasaki wurden 80 Tsd. von 250 Tsd. getötet (Children of the Atomic Bomb 2019). Ein großer Teil der Überlebenden erkrankte in den folgenden Jahrzehnten an Krebs, Mütter erlitten Todgeburten oder brachten Kinder mit massiven Behinderungen zur Welt. Bis heute sterben Menschen an den Folgen der radioaktiven Strahlung oder leiden an Behinderungen (siehe dazu den Bericht der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs).

Siehe auch:

6. Juni 2020: Kirchlicher Aktionstag für ein weltweites Atomwaffenverbot (FÄLLT AUS)

Kirchlicher Aktionstag für ein weltweites Atomwaffenverbot

Samstag, 6. Juni 2020 in Büchel (Eifel), 11:00 – 16:00 Uhr vor dem Atomwaffenstützpunkt:

  • Ökumenischer Gottesdienst mit Präses Annette Kurschuss
  • Musik von »Rostlos – DIE BAND, DIE ALLES NEU MACHT«, Liedermacherin Nicole Mercier, Studierendenchor Freiburg
  • Beiträge aus Wissenschaft, Kirchen, dem Ökumenischen Rat und der Friedensbewegung

Mehr hier:

“Wir, Christinnen und Christen aus mehreren Ev. Landeskirchen und der katholischen Friedensbewegung pax christi, laden gemeinsam mit Ohne Rüstung Leben auch in diesem Jahr nach Büchel in der Eifel ein. Dort lagern US-Atombomben, die im Kriegsfall von deutschen Flugzeugen zu ihren Zielen geflogen werden. Glauben, Gewissen und politische Vernunft bewegen uns, Massenvernichtungswaffen und die Drohung damit abzulehnen.Wir fühlen uns dabei einig mit der katholischen und der evangelischen Kirche. So hat die Kommission Justitia et Pax der Deutschen Bischofskonferenz im Sommer 2019 erklärt, dass das Konzept der atomaren Abschreckung ethisch nicht länger verantwortet werden kann. Die im November 2019 von der EKD-Synode verabschiedete Kundgebung betont, politisches Ziel bleibe eine Welt ohne Atomwaffen und der Atomwaffenverbotsvertrag sei überfällig.

Wir laden alle Menschen ein, die für den Abzug der Atombomben und für das UN-Atomwaffenverbot sind, vor dem Fliegerhorst Büchel (Kreisverkehr an der L52, 56828 Alflen) öffentlich und gewaltfrei dafür einzutreten und den Umstieg auf eine friedenslogische Außen- und Sicherheitspolitik zu fordern.”

Veranstalter: Die Projektgruppe Kirchlicher Aktionstag Büchel
Baden: Arbeitsstelle Frieden und Forum Friedensethik (FFE), Bayern: Initiativkreis Frieden (IKF), Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck: Zentrum Ökumene, Pfalz: Arbeitsstelle für Frieden und Umwelt, Rheinland: AG Frieden EKiR, AK Friedensarbeit Stärken, Friedensinitiative Hunsrück, Württemberg: Friedenspfarramt, Ev. Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK), pax christi Deutsche Sektion e.V.

www.KirchenGegenAtomwaffen.wordpress.com