Radiobeitrag: Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938 in Haltern am See

Wolfgang Thiemann hat einen Radiobeitrag zu unserer Gedenkveranstaltung gemacht.

“Das “Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt” in Haltern am See erinnert an den 9. November 1938. In der sogenannten Reichspogromnacht ermorden die Nationalsozialisten zahlreiche Juden in Deutschland. Außerdem zerstören sie verschiedene Orte des jüdischen Lebens wie zum Beispiel Synagogen. Eine Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz in Haltern am 9. November 2022 erinnert an die schrecklichen Ereignisse. David Schütz vom “Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt” moderiert die Veranstaltung. Er erzählt Moderator Wolfgang Thiemann, warum man die Reichspogromnacht nicht vergessen darf. Bürgermeister Andreas Stegemann berichtet von der Zusammenarbeit zwischen Halterner Schulen und dem “Forum”. Schüler der Alexander-Lebenstein-Realschule verraten zum Beispiel, woher der Name ihrer Schule kommt. Zudem geht’s um Omar Allsaleh. Der Schüler floh vor sechs Jahren aus Syrien nach Deutschland. Er erzählt von seinen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung.”

Haltern-Magazin: Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 in Haltern am See, Lokalmagazin für Haltern am See – produziert vom Verein für Medienarbeit e.V. v. 15.11.2022

Management oder Missmanagement von zentralen Unterbringungseinrichtungen?

Der folgende Artikel ist in der Zeitschrift Amos (Heft 3, 2022) erschienen.

Eine ausführliche Fassung mit Quellenangaben etc. können Sie hier lesen und als PDF herunterladen. Weitere Informationen über ZUEn, Ankerzentren etc. und die Aktionen an denen das Forum beteiligt war finden Sie hier: https://forumdrv.de/category/ankerzentrum/

Werner Nienhüser[1]

Kontrolle ist besser….“ – wie werden die Dienstleister für die Unterbringungseinrichtungen für Geflüchtete kontrolliert?[2]

Schlechtes Management als eine Ursache von Missständen?

Sind die Missstände in den Unterbringungseinrichtungen für Geflüchtete auf schlechtes Management zurückzuführen? Schlechtes Management – es könnte sein, dass die Dienstleister, die die Einrichtungen betreiben nicht gut arbeiten; es könnte aber auch sein, dass die zuständigen staatlichen Stellen die Dienstleister nicht richtig auswählen, evaluieren, kontrollieren etc. Zu fragen ist daher: Wie und nach welchen Kriterien werden die Dienstleister, die die Unterbringungseinrichtungen betreiben, ausgewählt und kontrolliert (letztlich: gemanagt)? Die unhaltbaren Zustände machen diese Fragen notwendig: Immer wieder wird berichtet über räumliche Enge und Verletzung der Privatsphäre, Deprivation, Isolationsgefühle, Gewalt, manchmal auch durch das Personal der Betreiber. Kritiker sehen hier systembedingte, d. h. durch die Unterbringung in Sammelunterkünften verursachte Missstände und plädieren für dezentrale Unterbringungsformen. Kritisiert wird auch, dass viele Unterbringungseinrichtungen von privaten Unternehmen betrieben werden, die hohe Renditen erzielen wollten und daher Kosten zu Lasten der Qualität einsparten. Es setzten sich bei Ausschreibungen diejenigen Anbieter mit der geringsten Angebotssumme durch. Ob die (von staatlicher Seite) vorgegebenen Qualitätsstandards tatsächlich eingehalten werden, ließe sich kaum überprüfen.

Mehr lesen

  1. Werner Nienhüser, Professor (i.R.) für Wirtschaftswissenschaften, aktiv im Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt. Hermann Döbber und Dr. Marion Lillig danke ich für viele Hinweise.
  2. Eine ausführlichere Version dieses Textes mit Erläuterungen, Quellen- und Literaturangaben etc. findet man hier.

Artikel W. Neurohr: “Wahlversprechen für “bezahlbares Wohnen” in Haltern ad acta gelegt?”

Sondersitzung im Halterner Rat: Wahlversprechen für “bezahlbares Wohnen” in Haltern ad acta gelegt?  (von Wilhelm Neurohr)

“Absurd: Stadt schiebt ihre Verantwortung auf Bauunternehmer ab

HALTERN AM SEE. Das Wahlversprechen aller Ratsparteien, für bezahlbares Wohnen in Haltern zu sorgen, ist geplatzt, wie in dieser Woche die Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses zum teuersten Wohnbaugebiet Nesberg gezeigt hat. Dort waren die nach Rendite strebenden örtlichen Bauunternehmer als “Kronzeugen” geladen, um zu begründen, warum sich für sie als Privatinvestoren sozialer Wohnungsbau in Haltern nicht lohnt und nicht rechnet. Die Grundstücke im Nesberg und anderswo bleiben somit dem „Spiel der freien Marktkräfte“ und damit den Spekulanten und Spitzenverdienern überlassen. Auch bei Großprojekten wie den Katharinenhöfen mit 100 neuen Wohnungen verlangte die Stadt den Privatinvestoren keine einzige Sozialwohnung ab. Oder im großen sanierungsreifen Altbaubestand ließen sich bei gutem Willen preiswerte Wohnungen mit öffentlicher Förderung schaffen – jedoch Fehlanzeige.
Deshalb ist Haltern Schlusslicht beim sozialen Wohnungsbau im Lande und Spitzenreiter bei der exorbitanten Grundstückspreisexplosion und den Mietpreisen. Anders als in anderen Städten ist in Haltern kein politischer Wille und keinerlei Konzept erkennbar, steuernd einzugreifen mit den Möglichkeiten städtischer Grundstücks- und Planungspolitik und dem Abrufen öffentlicher Fördergelder, die vom Landesbauministerium “wie Sauerbier” vergeblich angeboten werden. Wohnen und Grunderwerb bleibt in Haltern somit für Normalverdiener unbezahlbar, denn willkommen sind bevorzugt zahlungskräftige Interessenten und Kapitalanleger zumeist von außerhalb. Für diese wird nach weiteren Bauflächenausweisungen im Grünen gerufen (zur Freude mancher Landwirte), ungeachtet des klimaschädlichen Flächenfraßes. Diesen Irrweg will eine Ratsmehrheit unverdrossen weitergehen.” …. Zum kompletten Text hier.

(Quellen: Text: https://www.lokalkompass.de/haltern/c-politik/wahlversprechen-fuer-bezahlbares-wohnen-in-haltern-ad-acta-gelegt_a1773898 | Photo: House with Suche bezahlbare Wohnung text by Marco Verch under Creative Commons 2.0)

Dokumentation zur Veranstaltungsreihe “Würdige Arbeit” zum kostenlosen Download

Eine Arbeitsgruppe (AG) des Forums hat zur Reihe “Würdige Arbeit” und zur Autorinnenlesung mit Julia Friedrichs eine Dokumentation zusammengestellt.  Die Dokumentation enthält alle auf der Webseite (https://forumdrv.de/category/wuerdigearbeit) zu den Veranstaltungen veröffentlichten Texte und weitere Dokumente wie zum Beispiel ein einführendes Grundlagenpapier der AG zum Thema “Gute Arbeit” sowie thematisch einschlägige Veröffentlichungen des AG-Mitglieds  Herbert Bludau-Hoffmann.

Wir freuen uns darüber, wenn die Dokumentation Verbreitung findet, gelesen wird und Denk- und Handlungsanstöße geben kann.

Hier können Sie die Dokumentation als PDF herunterladen.

Bild: AnonymousUnknown author, Public domain, via Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Man_with_Megaphone.png