Mahnwachen gegen Zentrale Unterbringungseinrichtungen (ZUEn) – Impressionen von der Abschlusskundgebung

Am Samstag (30.4.2022) beendete eine Kundgebung auf dem Halterner Marktplatz eine Reihe von Mahnwachen, die die Zustände in den “Zentralen Unterbringungseinrichtungen” (ZUEn oder Ankerzentren) kritisieren. Allerdings, darauf weisen die Veranstalter (vor allem der Asylkreis Haltern und das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt) hin, enden mit der Kundgebung nicht die Kritik und die Aktionen – die Zustände haben sich kaum gebessert, daher bleibt Aktion weiter notwendig (eben die Not wendend, hoffentlich).
Hier statt eines Berichtes einige Impressionen von der Veranstaltung (mehr Informationen kann man nachlesen unter diesem Link auf dieser Webseite).
“Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben in Würde. Genau das wird Flüchtlingen in zentralen Unterkünften verwehrt, kritisieren die Demo-Teilnehmer. Dabei kennt Haltern ein besseres Modell.” v. 

 


Foto-Impressionen



Die transkulturelle  Band Walthorpe Sounds spielte unter anderem das Lied “Refugee”. Zum Nachhören/Nachdenken:

30.4.2022, Haltern am See: Die Band Walthorpe macht Musik zur Mahnwache

Die Mahnwache wird musikalisch begleitet von der Waltroper Band „Walthorpes“.

  • Wann: Samstag, dem 30. April ab 11 Uhr
  • Wo: Halterner Marktplatz vor der Sixtuskirche
Walthorpe Sounds

Walthorpe Sounds: Roots in motion

“Walthorpe Sounds ist eine Waltroper Musikformation, die sich musikalisch grenzüberschreitend bewegt. Die Gruppe vereint in ihren Eigenkompositionen Elemente des afrikanischen Highlife mit Rap-Passagen sowie groovenden Rock- und Popballaden. In ihren Texten werden traditionelle afrikanische Vocals ebenso wie Lyrics von Johann W. v. Goethe und Antonio Machado zitiert. … Mit ihrem Namen Walthorpe Sounds verweist die Gruppe einmal auf das Traditionelle sowie ihren geografischen Bezug. Walthorpe ist die erste historisch verbriefte Bezeichnung für das ehemalige Dorf Waltrop, und „Sounds“ verweist auf ihre verschiedenen kulturellen Wurzeln. Kurz gefasst, und mit Absicht nicht ohne ironischen Unterton formuliert, produzieren sie also transkulturelle Dorfmusik, rhythmisch und tanzbar.” (Webseite der Band).

Die Mahnwache kritisiert die zentrale Unterbringung der Geflüchteten in den derzeit überfüllten Landeseinrichtungen (ZUE) wie unter anderem in Marl.

„Für die dort in Mehrbettzimmern bis zu 8 Personen unter strengen Reglementierungen und Hausordnungen untergebrachten Flüchtlinge und Asylbewerber mit ihren Kindern gelten neben unverhältnismäßig langer Verfahrens- und Aufenthaltsdauer ein Schul- und Arbeitsverbot, ein Besuchsverbot sowie teilweise Betretungsverbote für ehrenamtliche Betreuer, kaum Sprachkurse und geringe finanzielle Unterstützung sowie eingeschränkte Gesundheitsleistungen, zudem kaum Schutz vor Corona“. (Bericht der Organisator:innen der Mahnwache).

Mehr Informationen zur Mahnwache und zu Zentralen Unterbringungseinrichtungen

30.4.2022, Haltern am See: Mahnwache thematisiert die Ungleichbehandlung der Flüchtlinge

 

Foto von der zurückliegenden Mahnwache in Recklinghausen (von Wilhelm Neurohr)

Pressemitteilung

HALTERN AM SEE. „Menschenrechte und Menschenwürde sind unteilbar, sie erfordern Gleichbehandlung aller Geflüchteten“. Mit dieser Botschaft rufen der Asylkreis und das Halterner Forum sowie der Verein VITUS mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation und -unterbringung zur Teilnahme an einer Mahnwache mit Statements vor der Landtagswahl auf: Am Samstag, dem 30. April ab 11 Uhr soll mit Flüchtlingshelfern und Unterstützern aus der Zivilgesellschaft, den Kirchen, von Pax Christi und der Seebrücke auf dem Halterner Marktplatz vor der Sixtuskirche eine eindrucksvolle Mahnwache abgehalten werden, musikalisch begleitet von der Waltroper Band „Walthorpes“. (Siehe auch den Bericht im Lokalkompass v. 15.4.2022 sowie die Veranstaltunghinweise). 

Vorausgegangen sind bereits in den letzten Monaten von den Halterner Initiatoren organisierte Mahnwachen in den benachbarten Städten Recklinghausen, Marl, Dorsten und Datteln, um das Problembewusstsein für die unterschiedliche Behandlung von Flüchtlingen in Gesprächen mit der Bevölkerung zu stärken. Als aktive Unterstützer des Halterner Ukraine-Netzwerkes begrüßen die Veranstalter die großzügige Aufnahme und Behandlung der ukrainischen Kriegsflüchtlinge.

Demgegenüber verurteilen sie die nach ihrer Meinung „menschenunwürdige Behandlung der übrigen Flüchtlinge etwa aus Syrien, Afghanistan, Afrika und den anderen Krisenregionen, die teilweise ebenso traumatisiert sind und eklatant benachteiligt werden.“ Sie erinnern daran, dass an der polnisch-belarussischen Grenze Flüchtlinge am Grenzübertritt gewaltsam gehindert werden und Anfang April wieder fast 100 Flüchtlinge im Mittelmeer ertranken. Bei denjenigen, die es schaffen, lasse die Willkommenskultur zu wünschen übrig (siehe dazu auch den Beitrag von Jean Ziegler).

Mehr lesen

 

 

30.4.2022, Haltern am See: Mahnwache gegen die Zustände in ZUEn

Mahnwache gegen die Zustände in ZUEn (Zentrale Unterbringungseinrichtungen) 

Der Asylkreis Haltern und das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt machen mit einer Veranstaltung auf die menschenunwürdige Form der Unterbringung von Geflüchteten aufmerksam.

 

  • Wann: 30. April 2022, 11 Uhr.
  • Wo: Plateau vor der Sixtus-Kirche am Marktplatz in Haltern Stadtmitte

Pfarrer Michael Ostholthoff und Pfarrerin Merle Vokkert von der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde, sowie Vertreter des Asylkreises werden Ansprachen halten.

Die Band Walthorpe Sounds (http://walthorpe) aus Waltrop übernimmt die musikalische Begleitung.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

Hier ein Foto der Mahnwache vom 26.3.2022 in Datteln

 

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26.3.2022: Mahnwache gegen ZUE (Zentrale Unterbringungseinrichtungen)

Mahnwache

  • Samstag, 26.3.,  um 11.00 – 12.00 Uhr in Datteln
  • Ort der Mahnwache ist: Kolpingstr. / Ecke Hohe Straße.


Der Asylkreis Haltern hat (gemeinsam u.a. mit dem Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt) im letzten Jahr mit mehreren Mahnwachen auf die menschenunwürdige Form der Unterbringung von Geflüchteten aufmerksam gemacht (mehr Infos siehe hier).

Weitere Informationen werden hier auf dieser Seite veröffentlicht.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

 

 

Kinder der ZUE Marl sagen Danke für Spenden zu Weihnachten

Der Asylkreis hat die Kinder der ZUE (Zentrale Unterbringungseinrichtung) in Marl zu Weihnachten beschenkt.  Allein das Foto drückt aus, wie sie sich freuen und Danke sagen.

Die Kinder der ZUE Marl sagen Danke.

Wer mehr über die ZUEn und die inakzeptablen Zustände wissen will, kann sich hier informieren.  Über Mitstreiter:innen bei den nächsten Mahnwachen freuen wir uns. Die Termine stehen bereits fest.

Mahnwachen gegen ZUE (Zentrale Unterbringungseinrichtungen) in 2022


Der Asylkreis Haltern hat (gemeinsam u.a. mit dem Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt) im letzten Jahr mit mehreren Mahnwachen auf die menschenunwürdige Form der Unterbringung von Geflüchteten aufmerksam gemacht (mehr Infos siehe hier).

Mahnwachen in 2022

In den kommenden Monaten sind weitere Mahnwachen gegen ZUE (Zentrale Unterbringungseinrichtungen) geplant:

Genauere Informationen werden hier auf dieser Seite später ergänzt.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

 

 

Abschaffung von AnkER-Zentren und vergleichbaren Einrichtungen

Seit 2018 setzen sich der Asylkreis in Haltern am See sowie das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt für die Abschaffung der AnkER-Zentren, die in NRW Zentrale Unterbringungseinrichtungen (ZUE) [1]Detaillierte Informationen z.B. über die Zahl der ZUEn in NRW findet man hier: https://www.frnrw.de/service/suche-neu/artikel/zentrale-unterbringungseinrichtungen-zue.html, siehe vor allem hier: … Continue reading heißen, ein: In vielen Aufklärungsveranstaltungen und Mahnwachen, in Gottesdiensten, in Gesprächen mit der Bezirksregierung, den Parteien und der Landesregierung.

Warum entwickeln wir in Haltern am See in Kooperation mit den Flüchtlingsinitiativen kreis-, landes- und bundesweit sowie mit den Kirchen und in großer Übereinstimmung mit allen großen Wohlfahrtsverbänden, PRO ASYL und vor allem in Solidarität mit unseren geflüchteten Freundinnen und Freunden so viel Leidenschaft?

“Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis von 65 Organisationen, darunter PRO ASYL, Flüchtlingsräte, Diakonie Deutschland, Deutscher Caritasverband, Paritätischer Gesamtverband, AWO Bundesverband und Amnesty International, fordern die Schließung der Zentren und faire Asylverfahren” (Flüchtlingsrat Niedersachsen 2021)

Weil eine intakte Zivilgesellschaft eine bessere, menschenwürdigere und weniger kostspielige Integration schaffen kann. Und das haben nicht nur in Haltern am See Hunderte von Engagierten im Zusammenspiel mit den kommunalen Akteuren und freien Trägern über viele Jahre bewiesen!

Im Blick auf die Landtagswahl möchten wir nun alle Menschen im NRW bitten, sich zu informieren und die Integrationskonzepte der Parteien auf Menschenwürde und Effektivität zu überprüfen.

Wir jedenfalls fordern, dass Erstaufnahmeeinrichtungen in maximal drei Monaten so arbeiten, dass das Ankommen der Menschen und die bestmögliche Vorbereitung auf das Asylverfahren und den Aufenthalt in Deutschland im Mittelpunkt stehen. Dazu gehört auch, dass zivilgesellschaftliches Engagement, der Garant für gelingende Integration, nicht institutionell und systematisch ausgegrenzt wird.

Zusammen mit allen Verbündeten [2]Siehe zu einer Liste der Organisationen und Initiativen und den Forderungen im Einzelnen  Flüchtlingsrat Niedersachsen 2021. stellen wir fest:

„Eine Unterbringungsform, die die Menschenwürde verletzt, zur Isolation führt und vor allen Dingen auf Abschiebung orientiert ist, ist ein Irrweg und schadet uns allen. Gemeinsam können wir eine gute Erstaufnahme umsetzen!“

Text: David Schütz, Links etc. von WN

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Detaillierte Informationen z.B. über die Zahl der ZUEn in NRW findet man hier: https://www.frnrw.de/service/suche-neu/artikel/zentrale-unterbringungseinrichtungen-zue.html, siehe vor allem hier: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV17-6144.pdf.
2 Siehe zu einer Liste der Organisationen und Initiativen und den Forderungen im Einzelnen  Flüchtlingsrat Niedersachsen 2021.

“Mahnwache gegen die erbärmliche und menschlich unwürdige Unterbringung von Geflüchteten auch in Marl” (27.11.2021)

Mindestens 30 Personen versammelten sich am Samstag vor dem 1. Advent auf dem Creiler Platz an der Skulptur von Carl Fredrik Reutersward “Non Violence” zur “Mahnwache gegen die erbärmliche und menschlich unwürdige Unterbringung von Geflüchteten auch in Marl”. [1]Für den (von mir, WN, leicht bearbeiteten) Text danken wir Hartmut Dreier, für die Fotos Hermann Döbber.

Bild: Webseite der “Grünen” Marl, https://wg-gruene-marl.de/3935-fluechtlingsknast-in-marl-eroeffnet.html [2]Bei Copyright-Problemen wegen des Bildes bitte eine Email an Forumdrvhaltern@gmail.com senden.

Das ist wenig bekannt: Im ehemaligen Gesundheitsamt im Gebäude Ecke Wiesenstrasse/Lehmbecker Pfad gibt es hinter einem hohen Eisenzaun, streng kontrolliert, die ZUE (=”Zentrale Unterbringungseinrichtung”). Das Haus für maximal 250 Menschen ist fast voll belegt: Derzeit sind hier “eingesperrt” 230 Menschen, in 5-und 6-Bett-Zimmern, die sie nicht abschließen können. In Corona-Zeit droht hier immer wieder ein Ansteckungs-Hot-Spot.  Ehrenamtliche Hilfsbereite aus Marl berichten, dass ihnen der Zugang und Besuche bei den Geflüchteten verwehrt sind. Etliche kritische Gespräche bis hin zur Regierungspräsidentin in Münster sind ohne Folgen geblieben.

Die Mahnwachen sollen die Öffentlichkeit informieren und Druck aufbauen, damit das schnell verwirklicht wird, was im Koalitionsvertrag der kommenden Ampel-Koalition vereinbart ist: dass solche Einrichtungen (bundesweit “Ankerzentren” genannt) abgeschafft werden sollen.

Die erste dieser Mahnwachen war Ende Oktober am Rathaus Recklinghausen. Die nächste nach dieser in Marl ist für Samstag, den 29. Januar 2022 in Herten geplant.

Veranstalter in Marl waren: der Asylkreis Haltern, Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe in Marl, das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt Haltern, die Marler Wege zum Frieden, die Wählergemeinschaft sowie Die Grünen Marl.

Unübersehbar sind bei diesen Mahnwachen rote Gartenklappstühle mit weißen Info-Zetteln wie:

  • “Unsere Kinder dürfen nicht in die Schule und nicht in den Kindergarten”
  • “Ich habe keine Privatsphäre. Mein Zimmer ist nicht abschließbar”
  • “Meine Kinder und ich haben Angst vor Abschiebung Tag und Nacht.”
  • “Ich trage alles Wichtige an meinem Körper – Mein Zimmer ist nicht abschließbar”
  • “Ich muss mit fremden Menschen in einem Zimmer schlafen trotz Corona”

 

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Für den (von mir, WN, leicht bearbeiteten) Text danken wir Hartmut Dreier, für die Fotos Hermann Döbber.
2 Bei Copyright-Problemen wegen des Bildes bitte eine Email an Forumdrvhaltern@gmail.com senden.

“Menschenrechte und Menschenwürde: Mahnwache gegen das gescheiterte Konzept der Flüchtlingsunterbringung in Massenunterkünften”

“Recklinghausen /Haltern. Am Samstagvormittag hielten engagierte Flüchtlingshelfer aus dem Kreis Recklinghausen vor dem Recklinghäuser Rathaus eine Mahnwache gegen die menschenunwürdigen Lebensbedingungen der Geflüchteten in den „Ankerzentren“ (ZUE) als zentrale Sammellager in NRW ab (siehe Foto). Die vom Halterner Forum und Asylkreis initiierte Aktion wurde unterstützt von Amnesty, Pax Christi, der Gastkirche Recklinghausen, Attac, AMOS, den Grünen und Flüchtlingsräten Marl, Herten, Recklinghausen und Bochum. Es war der Auftakt weiterer geplanter Mahnwachen am 27. November vor dem Marler Rathaus und im Januar in Herten sowie danach in weiteren Städten reihum bis zur Landtagswahl.” (Quelle und weiterlesen: Wilhelm Neurohr, Lokalkompass v. 31.10.21)

Siehe dazu auch den Beitrag hier auf dieser Webseite: https://forumdrv.de/2021/10/17/30-10-2021-1-mahnwache-no-lager-no-zue-in-nrw-kreis-recklinghausen/