“Vielfalt klingt gut – Interkulturelles Fest 2019” – 7.9.2019, Marktplatz Haltern am See

“Am Samstag, dem 07.09.2019, feiern wir wieder das große Interkulturelle Fest. In diesem Jahr mitten auf dem Marktplatz in Haltern. Um 14.30 Uhr starten wir mit einem Interreligiösen Gebet und einem Auftritt das Chors Together bevor es dann Kaffee, Kuchen und Süßigkeiten aus aller Welt gibt. Das Trommeltheater mit Tam Tam Thomas lädt zum Mitmachen ein und hat uns schon in den letzten Jahren sehr begeistert. Im Anschluss freuen wir uns auf Lieder und Tänze der Kindergärten und Grundschulen. Ab 17.30 Uhr wird es mit Unterstützung des Rossini verschiedene Grillspeisen geben bevor uns ab ca. 18.00 Uhr die Tanzgruppe des Heimatvereins Lippramsdorf besucht. Ein weiteres Highlight wird der Auftritt der mitreißenden Marltown Band ab 19.30 Uhr. Wir freuen uns sehr, dass die Band uns in diesem Jahr wieder besuchen kommt und wir zusammen tanzen können.” (Quelle: https://www.asylkreis-haltern.de/index.php?id=3&L=0)

Wenn Sie auf das Bild oder hier klicken, sehen Sie das detaillierte Programm.

Veranstaltung in Münster, 4.9.: “Sicherheit neu denken – Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik”

Sicherheit neu denken – Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik

“Ein kompletter Umstieg von der militärischen zu ziviler Sicherheitspolitik ist möglich – das zeigt ein entsprechendes Szenario der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Das Szenario lädt dazu ein, eine Zukunft zu denken, in der wir pro Jahr 80 Mrd. Euro in die zivile Krisenprävention anstatt in die Bundeswehr investieren. Grundlage sind bereits erprobte und realisierte Instrumente ziviler Prävention, gerechtes Wirtschaften, die Förderung nachhaltiger Entwicklung im Nahen
Osten und Afrika sowie eine Wirtschafts- und Sicherheitspartnerschaft mit Russland bzw. der Eurasischen Wirtschaftsunion.

So könnte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zur polizeilichen Sicherheitsorganisation für Europa ausgebaut und die Bundeswehr komplett zum Technischen Hilfswerk transformiert werden.

Das Szenario zeigt auf, wie wir erprobte Instrumente gewaltfreier Krisenprävention konsequent weiterentwickeln und uns der Möglichkeit einer aktiven gewaltfreien Sicherheitspolitik öffnen können. Und es beschreibt, wie durch eine gemeinsame Kampagne der Zivilgesellschaft und der Kirchen entsprechende Bundestagsbeschlüsse im Jahr 2025 und 2035 vorbereitet werden könnten.

Wir freuen uns auf einen spannenden Vortrag und eine konstruktive Diskussion mit Ihnen und unserem Referenten!

Eine gemeinsame Veranstaltung von pax christi, Eine Welt Forum, DFG-VK und Friedensinitiative Nottuln.”

Siehe auch hier: https://www.muenster.paxchristi.de/termine/view/5890893412302848/Sicherheit%20neu%20denken

Dülmen: Bürger*innen tragen Texte über Krieg und Frieden vor

“Am 1. September vor 80 Jahren griff die deutsche Wehrmacht das  Nachbarland Polen an und brach damit den Zweiten Weltkrieg vom Zaun, der mehr als 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Zum Gedenken an diesen Tag wollen die Friedensfreunde Dülmen am Vorabend,

    • am 31. August um 16 Uhr
    • an der Sakristei der St. Viktor-Kirche in Dülmen

eine Bürger-Dichterlesung zu Krieg und Frieden ausrichten.

Diese Lesung soll zwischen 45 und 90 Minuten dauern, abhängig von der Zahl der Vortragenden. Im Unterschied zu einer Lesung, bei der ein Rezitator/in Texte einem Auditorium vorträgt, lesen hier interessierte Bürger/innen ein oder zwei Gedichte vor, die zum Thema: Krieg, Rüstung und Frieden passen.”

Mehr zu dieser Veranstaltung und zu weiteren guten Aktionen der Friedensfreunde siehe https://www.friedensfreundeduelmen.eu/

Klimawandel erfordert Verbote – meint zu Recht Walter Wüllenweber

Walter Wüllenweber fordert im “Stern” (vom 27.7.2019) Verbote, um die Klimakatastrophe abzuwenden.

“Klimawandel. Warum wir ohne Verbote nicht mehr auskommen werden. Beim Klimawandel ist das Ende des Prinzips der Freiwilligkeit gekommen. Ohne Verbote, Kontrollen und Strafen kann die Katastrophe nicht mehr abgewendet werden. Ein Essay.”  (Wüllenweber, Walter, “Stern” vom 27.7.2019)

Flugbenzin, Schweröl und Diesel müssten höher besteuert werden; die “Kfz-Steuer für die besonders schmutzigen Geländepanzer sollte so weit angehoben werden, bis sie zu Ladenhütern werden.” Innerdeutsche Flüge müsse man mit Strafsteuern belegen, die Schifffahrt zur Einhaltung strenger Abgasnormen verpflichtet werden. Auch müsse man den Tierbestand durch die verbindliche Einführung von Bio-Standards reduzieren.

Wüllenweber sieht, dass durch solche Verbote Freiheitsrechte beschränkt  werden. Aber es gelte abzuwägen:

“Doch wessen Rechte sind schützenswert? Das Recht des Autofahrers,  überall fahren und parken zu können, oder das Recht des Fahrradfahrers, sicher durch die Stadt zu kommen? Das Recht des Massentierhalters, seine Gülle billig auf dem Acker verklappen zu können, oder das Recht von Millionen Menschen auf Trinkwasser ohne Nitratverseuchung? Das Recht des Häuslebauers auf einen unverbauten Blick, den kein Strommast stört, oder das Recht der Allgemeinheit auf eine sichere und saubere Stromversorgung? Das Recht eines Deutschen, im Durchschnitt 20 Mal so viel CO2 zu verbrauchen wie ein Bangladescher, oder das Recht des Bangladeschers, dass sein Zuhause beim drohenden Anstieg des Meeresspiegels nicht untergeht?”
https://www.stern.de/politik/deutschland/klimawandel—warum-wir-ohne-verbote-nicht-mehr-auskommen-werden-8814376.html

Ich stimme Wüllenweber zu. In vielen Bereichen des Lebens funktionieren Verbote, sofern ihre Einhaltung kontrolliert und Verstöße sanktioniert werden. Im Straßenverkehr würde kaum jemand eine freiwillige Selbstverpflichtung fordern, damit das Tempolimit in geschlossenen Ortschaften eingehalten wird. Auch fordert niemand, dass man Rechte auf Geschwindigkeitsübertretung (Geschwindigkeitsübertretungs-Zertifikate) vergeben und diese handeln sollte, weil dann weniger Verstöße aufträten und sich ein optimales Tempo ergäbe. Sobald allerdings in die Freiheitsrechte der Konzerne eingegriffen werden soll,  regt sich Widerstand und man setzt auf  positive Anreize, Selbstverpflichtungen und auf jeden Fall marktkonforme Lösungen wie den Handel von CO2-Zertifikaten. Warum sollten hier nicht auch Besteuerung und Verbote angewandt werden – zumindest wenn andere Lösungen nicht greifen oder ihre Wirkung zu lange auf sich warten lässt? Vielleicht weil Verbote nicht den Interessen vieler Unternehmen entsprächen? Wenn es doch aber im Interesse der Allgemeinheit ist?

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karikatur_von_Gerhard_Mester_zum_Thema_Klimawandel_gibt_es_nicht_O12816.jpg

Lesehinweis: “ABC der globalen (Un)Ordnung” erscheint am 22.8.2019

Ordnung in die globale (Un)Ordnung bringen – Im Jahr 2005 erschien das »ABC der Globalisierung«. Inzwischen zeigen sich die Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung in aller Deutlichkeit: Aus dem Wohlfahrtsversprechen ist eine Welt der globalen ­(Un)Ordnung ­geworden.

114 Autorinnen und Autoren greifen in 126 Stichwörtern – von »Anthropozän« über »Europäische Union«, »Gender«, »Klimawandel«, »Rassismus« und »Sozial-ökologische Transformation« bis hin zu »Ziviler Ungehorsam« und »Zivilgesellschaft« – die aktuellen Entwicklungen im ABC der globalen (Un)Ordnung auf, erarbeiten politische Orientierungspunkte und zeigen Alternativen.

Auch für das neue, ­ab dem 22. August erhältliche Standardwerk der Globalisierungskritik gilt: »Eine andere Welt ist möglich«.”

Quelle: Newsletter 8/2019 des VSA-Verlages, siehe auch hier: https://www.vsa-verlag.de/nc/buecher/detail/artikel/abc-der-globalen-unordnung/

Sea-Watch 3 legt in Italien(Lampedusa) an – Kapitänin Carola Rackete wird in Polizeigewahrsam genommen

“Gegen den Willen der italienischen Behörden hat das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ mit 40 Migranten an Bord den Hafen auf Lampedusa erreicht. Die Polizei nahm die Kapitänin Carola Rackete daraufhin in Gewahrsam.” (Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.6.2019)
“Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bedford-Strohm, sprach von einer Schande für Europa. Er sei traurig und zornig, dass eine junge Frau verhaftet worden sei, weil sie Menschen gerettet und sicher an Land gebracht habe.” (Deutschlandfunk.de v. 29.6.2019). (Siehe dazu auch:  “Bedford-Strohm und Sea-Watch-Aktivisten Ehrenbürger von Palermo” (Domradio.de v. 28.6.2019)

Weitere Kommentar erübrigen sich, der Fall zeigt, wie es mit den Menschenrechten in Europa bestellt ist. Hier einige aktuelle Tweets:

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Politik in Deutschland stellt sich die hypothetische Frage: Wie würde sich wohl die deutsche Regierung verhalten, wenn sie in der Lage der italienischen Regierung wäre? Immerhin: Das Interview mit Minister Seehofer lässt etwas Hoffnung auf eine Lösung.

Und auch immerhin: Mehrere Länder (darunter auch Deutschland, weiterhin Portugal, Frankreich und Luxemburg) haben sich bereit erklärt, die 40 Menschen aufzunehmen (Deutschlandfunk.de v. 29.6.2019).

Siehe auch: https://forumdrv.de/2019/06/22/menschen-in-not-und-seawatch3-darf-noch-immer-keinen-sicheren-hafen-anlaufen/

Taz berichtet über “Flucht”

Die tageszeitung (taz) berichet kontinulierlich über Flucht. Man kann online auf die Artikel zugreifen.

Migrants and refugees arrive by dinghy behind a huge pile of life vests after crossing from Turkey

“Flucht. Nach der EU-Wahl ist unklarer denn je, wie sich Europas Asylpolitik entwickelt. Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen, Verfolgung und Armut. Im Mittelmeer sterben Zehntausende. Die EU schottet sich ab.” (www.taz.de/flucht)

Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/syriafreedom/albums/72157658389250545/with/21245377578/