17.01.2023: Vortrag von Ulrike Herrmann “Das Ende des Kapitalismus”

Vortrag von Ulrike Herrmann: “Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden”

  • Wann: 17.01.2023, 19 bis 21 Uhr
  • Wo: Könzgen-Haus Haltern am See (zur Anmeldung)

Die Menschheit ruiniert den gesamten Planeten, und besonders bedrohlich ist die Klimakrise. Politik und Wirtschaft hoffen daher auf „grünes Wachstum“. Doch das ist eine Illusion. Der Ökostrom aus Solarpaneelen und Windrädern wird nicht reichen, um permanentes Wachstum zu befeuern. Die Wirtschaft muss schrumpfen. Dies wäre jedoch das Ende des Kapitalismus, weil er nur stabil ist, solange es Wachstum gibt.
Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann beschreibt, wie die Zukunft aus ihrer Sicht aussieht – ohne Wachstum, ohne Gewinne, ohne Autos, ohne Flugzeuge, ohne Banken, ohne Versicherungen und fast ohne Fleisch.

Ulrike Herrmann ist Wirtschaftsredakteurin bei der „tageszeitung“ (taz). Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie an der FU Berlin studiert. Sie ist regelmäßiger Gast im Radio und im Fernsehen. Von ihr stammen mehrere Bestseller. Ihr neuestes Buch ist: „Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden“ (KiWi 2022).

Moderation: Prof. Dr. Werner Nienhüser, Universität Duisburg-Essen / Institut für Arbeit und Qualifikation

Veranstalter:innen

Teilnehmer:innen-Beitrag: 10 € (Präsenz inkl. Imbiss / Digital)
Mitglieder der KAB und von DGB-Gewerkschaften zahlen nur 5 €.

Hier geht’s zur Anmeldung.

Flyer (PDF) zur Veranstaltung, gerne zum Weiterleiten!

Aktion des Vitus: 1,5 Tonnen “Orangen ohne Sklaverei und ohne Gift”

Der Verein Vitus (Verein zur Integration, Teilhabe und Solidarität) hat eine Aktion organisiert, bei der 1,5 Tonnen Bio-Apfelsinen aus Kalabrien verkauft wurden. Apfelsinen nicht nur biologisch angebaut, sondern auch mit guten Löhnen für die Arbeiter:innen. (Die Aktion ist Teil der Kampagne “Süß statt bitter” des Amtes für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantworung der Evangelischen Kirche von Westfalen.)

Die Halterner Kirchengemeinden unterstützten die Aktion. 20 Kisten spendete Vitus an die Halterner Tafel, 10 Kisten an geflüchtete Menschen. Die Aktion soll wiederholt werden (siehe dazu auch den Artikel in der Halterner Zeitung v. 3.12.2022).

Hintergrund

Wer “normale” Apfelsinen aus Italien kauft, muss damit rechnen, dass diese alles andere als “bio” und in aller Regel mit Ausbeutung von Migrant:innen verbunden sind. In Kalabrien kontrolliert die Mafia das Orangengeschäft, von der Produktion über den Einsatz von Migranten in sklavenartigen Arbeitsverhältnissen bis hin zum Verkauf. “Das System hat in Italien längst einen eigenen Namen: Agromafia”, schreibt “Die Welt” (Das dreckige Geschäft mit Mafia-Orangen, 03.04.2018). Deutsche Handelsketten sind wohl auch beteiligt (siehe dazu auch den Beitrag in “Die Welt”).

“Die Abnehmer der Früchte sind multinationale Konzerne und Handelsketten. Sie diktieren den Bauern die Preise, die nicht einmal die Produktionskosten decken. So bezahlen große Handelsketten nur 12 Cent/kg Orangen. Die Produktionskosten liegen bei mindestens 20 Cent/kg. Deshalb haben die Bauern nur zwei Möglichkeiten: entweder die Früchte auf den Plantagen verfaulen zu lassen oder die Tagelöhner auszubeuten. Überall in Südeuropa schuften Migranten für Hungerlöhne auf Obst- und Gemüseplantagen. Die moderne Sklaverei ist eine Folge des globalen Wettbewerbs.” (https://eine-welt-gruppen.de/orangen-aktion/).

In Rosarno, einer Kleinstadt in Kalabrien, helfen von November bis April rund 2.500 Wanderarbeiter, überwiegend afrikanische Geflüchtete, bei der Orangenernte. Der Lohn liegt bei 25 Euro pro Tag, die Arbeiter leben unter menschenunwürdigen Bedingungen in Zelten.

Wanderarbeiter:innen in Kalabrien, Quelle: https://eine-welt-gruppen.de/orangen-aktion/ © FCEI\Valerio Muscella
“Der Verein „SOS Rosarno” setzt dem etwas entgegen. Er beschäftigt die Migranten mit regulären Arbeitsverträgen und zahlt ihnen Tariflöhne sowie Sozialbeiträge. Der Verein vertreibt Orangen nur von Öko-Betrieben und organisiert den Verkauf an Bioläden und Gruppen solidarischen Konsums.” (https://eine-welt-gruppen.de/orangen-aktion/)

Mehr Informationen

Kurzmeldungen 4.12.2022

Zur Wohnungsbau-, Verkehrs- und Migrationspolitik in Haltern am See

Sozialer Wohnungsbau

Sonntag, den 4.12.2022, um 18 Uhr in St. Laurentius: Wilhelm Neurohr (Forum DRV und Fachmann für sozialen Wohnungsbau in Haltern am See)spricht in der Adventlichen Predigtreihe als Dialogprediger zum Thema Sozialer Wohnungsbau. – Außerdem beteiligen sich Menschen, die selbst Wohnung in Haltern suchen, in allen Gottesdiensten.

Wie geht bezahlbares Wohnen? Die Stadt Münster macht es vor, siehe auch hier: https://www.stadt-muenster.de/aktuelles/pm-details?1117304

Und in Haltern? Siehe hier den Artikel vom Wilhelm Neurohr.

Verkehrspolitik

Schritt zurück zur Autostadt? Siehe dazu den Artikel von Wilhelm Neurohr im Lokalkompass

Integration und Migration

Am 4. Adventswochenende wird Rebecca Srebny aus dem Fachdienst Integration und Migration sich an der Dialogpredigt in den Gottesdiensten  von St. Sixtus und St. Laurentius sonntags beteiligen. Geflüchtete Menschen werden ebenfalls zu Wort kommen.

Film zur Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938 in Haltern am See

Über die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938 in Haltern am See (9.11.2022) hat Wolfgang Thiemann einen Radiobeitrag und auch einen Film gemacht. Danke für die informativen Beiträge und dafür, dass wir beides hier einstellen dürfen.

Das “Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt” veranstaltet am 9. November 2022 eine Gedenkstunde in Haltern am See. Hier möchten Bürger*innen den Opfern der Reichspogromnacht von 1938 gedenken. David Schütz ist Mitglied im “Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt”. Im Interview mit Moderator Wolfgang Thiemann berichtet er von den Vorbereitungen auf die Gedenkstunde. Auf der Veranstaltung hält auch David Tourgman eine Rede. Er ist Teil der jüdischen Gemeinde in Recklinghausen. In seiner Rede betont er, dass Antisemitismus kein Thema von gestern ist. “Es ist nicht unsere Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist”, sagt David Tourgman. “Es ist unsere Schuld, wenn sie so bleibt.” (Quelle: https://www.nrwision.de/mediathek/gedenkstunde-fuer-die-reichspogromnacht-in-haltern-am-see-221124/)

Bürgerrat dient dem gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der Bürgerrat als ein Beitrag zur Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Stadt

HALTERN AM SEE. „Das schwindende Vertrauen in Politik und Parteien ist eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, das erfuhren die Zuhörer des aufrüttelnden Vortrags von Dr. Kai Unzicker von der Bertelsmann-Stiftung am Dienstag (22.11.22)  in der Stadtbücherei mit dem Titel. „Demokratie in der Krise –wie sich Vertrauen in die Politik zurückgewinnen lässt.“ Eingeladen hatte der Arbeitsgruppe „Bürgerrat für Haltern“ des Halterner Forums.

„Der öffentliche Vortrag sorgte für eine angeregte Diskussion und gab Rückenwind für das bevorstehende Bürgerrats-Projekt in unserer Stadt, das den demokratischen Zusammenhalt stärken kann“, resümierte die Arbeitsgruppe.

Vertrauensverlust für Parteien, Parlamente und Regierungen

„Aktuellen Umfragen zufolge befürworten zwar 80 Prozent unsere demokratische Staatsform, aber jeder Zweite ist mit deren Funktionieren im demokratischen Alltag unzufrieden“, belegte Dr. Unzicker anhand von Umfragen, die er im Rahmen seiner zahlreichen Projekte über den gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgenommen hat. „Nur knapp 25 Prozent vertrauen noch den Regierungen und Parlamenten als Institutionen, den Parteien sogar nur noch 8 Prozent“, so sein ernüchterndes Forschungsergebnis. Hinzu käme ein weit verbreitetes Gefühl der Ungerechtigkeit, insbesondere bei Bevölkerungsgruppen, die sich politisch benachteiligt sehen. Die Wahlbeteiligung sei in Land und Kommunen mittlerweile auf knapp über 50 Prozent gesunken.

Der Arbeitskreis „Bürgerrat“ hatte deshalb auch die Halterner Ratsparteien zu dem Vortragsabend eingeladen, die zu Jahresbeginn die Einrichtung eines Bürgerrates in 2023 einstimmig beschlossen hatten. Wegen Terminüberschneidungen konnten jedoch die Fraktionen von CDU und Grünen sowie der Bürgermeister nicht teilnehmen und ließen sich entschuldigen. Für die SPD-Fraktion nahm deren Vorsitzende Beate Pliete teil, die nochmals die Bedeutung des Vorhabens eines Bürgerrates für Haltern unterstrich.

Plädoyer für neue Formen des Engagements

Die Empfehlungen von Dr. Unzicker nahmen die Anwesenden zustimmend auf: mehr Dialog und Begegnung zu ermöglichen, für eine bessere politische Kommunikation zu sorgen, neue Formen des politischen Engagements zu unterstützen und dabei die Teilhabechancen vulnerabler Gruppen zu verbessern. „Mit der Auswahl der Teilnehmer an Bürgerräten nach dem Zufallsprinzip per Losverfahren besteht die Chance, eine Vielfalt von Meinungen unabhängiger Bürgerinnen und Bürger zu erfahren, die sich ansonsten nicht zu Wort melden“, bestätigte der Referent die Einschätzung der Bürgerrats-Initiativgruppe. Von den Zuhörern kam die Anregung, „noch viel stärker in unserer Stadt über die Idee und das Vorhaben Bürgerräte in der Öffentlichkeit zu informieren“. Zu Beginn des neuen Jahres ist auch die Bürgerschaft zu Themenvorschlägen für einen ersten Bürgerrat aufgerufen.

Quelle der Grafik: Boehnke, Klaus; Dragolov, Georgi; Arant, Regina; Unzicker, Kai (2022): Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Baden-Württemberg 2022. Gütersloh: Bertelsmann-Stiftung.: Seite 22. Online verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/gesellschaftlicher-zusammenhalt-in-baden-wuerttemberg-2022-langfassung, zuletzt geprüft am 23.11.2022.

 

 

22.11.22: Vortrag von Dr. Kai Unzicker (Bertelsmann-Stiftung)

“Demokratie in der Krise? Wie sich das Vertrauen in die Politik zurückgewinnen lässt.” | Vortrag und Diskussion mit Dr. Kai Unzicker

Ein Bild, das Text enthält. Automatisch generierte BeschreibungDie Arbeitsgruppe „Bürgerrat für Haltern  – Demokratie lebendig gestalten in Haltern am See!” lädt alle Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler herzlich ein zum Vortrag von Dr. Kai Unzicker von der Bertelsmann-Stiftung.

    • Wann: 22.11.2022, 18 Uhr
    • Wo: Stadtbibliothek Haltern am See

Es ist keine Neuigkeit, wenn man feststellen muss, dass das Vertrauen in die Politik im Allgemeinen und auch in die Parteien in den letzten Jahren nicht gewachsen ist, vielmehr immer mehr abgenommen hat. Wenn fast ein Drittel der Deutschen einer Umfrage zufolge glauben, in einer Scheindemokratie zu leben[1]https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_91997506/demokratieverstaendnis-umfrage-jeder- dritte-sieht-deutschland-als-scheindemokratie.html spricht das eine deutliche Sprache. „Der jüngste „NRW-Check”, eine landesweite Umfrage”[2]https://ga.de/news/nrw/nrw-check-schwarz-gruen-wuerde-wahl-wieder-gewinnen_aid-77638137 kommt zu dem Ergebnis, dass ein geringes Vertrauen in die politischen Parteien besteht. „So wurde abgefragt, wer mit den Problemen in NRW am besten fertig würde. Die häufigste Antwort lautete: „keine Partei” (40 Prozent). 21 Prozent der Befragten nannten die CDU, dann kommen Grüne (elf Prozent), SPD (neun Prozent), FDP (zwei Prozent). Ernüchternde Werte…” s.u. Der Beschluss des Stadtrats, auch in Haltern den Versuch zu machen, das Instrument eines losbasierten Bürgerrats als Beratungsinstrument einzurichten und somit einen Beitrag zu leisten zur Transparenz und lebendigen Beteiligung „einfacher” Bürgerinnen und Bürger, ist im letzten Jahr gefasst worden und soll 2023 erstmalig durchgeführt werden. Wie notwendig und hilfreich es sein kann, sich für eine beteiligungsstarke demokratische Stadtkultur einzusetzen, soll an diesem Abend beleuchtet und diskutiert werden.

Über den Referenten

Als Senior Project Manager bei der Bertelsmann Stiftung ist Dr. Kai Unzicker für das Themenfeld „Gesellschaftlicher Zusammenhalt” verantwortlich und hat das Messinstrument „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt” entwickelt. Zuletzt hat er das Projekt „Vielfalt leben – Gesellschaft gestalten” geleitet, dass sich mit dem Zusammenleben der heterogenen Einwanderungsgesellschaft befasst hat. Er hat Soziologie, Psychologie und Philosophie in Marburg studiert und in Erziehungswissenschaft in Bielefeld promoviert.

 

Anmerkungen

Radiobeitrag: Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938 in Haltern am See

Wolfgang Thiemann hat einen Radiobeitrag zu unserer Gedenkveranstaltung gemacht.

“Das “Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt” in Haltern am See erinnert an den 9. November 1938. In der sogenannten Reichspogromnacht ermorden die Nationalsozialisten zahlreiche Juden in Deutschland. Außerdem zerstören sie verschiedene Orte des jüdischen Lebens wie zum Beispiel Synagogen. Eine Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz in Haltern am 9. November 2022 erinnert an die schrecklichen Ereignisse. David Schütz vom “Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt” moderiert die Veranstaltung. Er erzählt Moderator Wolfgang Thiemann, warum man die Reichspogromnacht nicht vergessen darf. Bürgermeister Andreas Stegemann berichtet von der Zusammenarbeit zwischen Halterner Schulen und dem “Forum”. Schüler der Alexander-Lebenstein-Realschule verraten zum Beispiel, woher der Name ihrer Schule kommt. Zudem geht’s um Omar Allsaleh. Der Schüler floh vor sechs Jahren aus Syrien nach Deutschland. Er erzählt von seinen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung.”

Haltern-Magazin: Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 in Haltern am See, Lokalmagazin für Haltern am See – produziert vom Verein für Medienarbeit e.V. v. 15.11.2022

9. November 2022: Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

Einladung zur Kundgebung am 9. November 2022

Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

18.00 Uhr, Marktplatz Haltern am See

Die Erinnerung an den 9. November 1938 gehört zum festen Bestandteil der Kultur unserer Stadt Haltern am See. Bei jeder Wiederkehr dieses Datums versammeln sich Halterner Bürgerinnen und Bürger zum öffentlichen Protest auf dem Marktplatz und widersprechen der Gedankenwelt und den politischen Überzeugungen, die faschistische Verbrechen möglich machen.

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Wir wissen aus der Geschichte unserer eigenen Stadt, wie leicht es möglich ist, Hass und Gewaltbereitschaft in den Herzen und Köpfen der Menschen zu entfachen. Es braucht nur eine erkennbare Minderheit und eine diffuse Stimmung von Angst. Dann ist es ein Leichtes, ein Klima todbringender Gewalt zu erzeugen.

Der 9. November 1938 ist unauslöschlich mit dem Beginn der organisierten Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland verbunden. Darum steht das Erinnern an das Leid jüdischer Menschen im Mittelpunkt unseres Gedenkens heute.

In der kurzen Geschichte unserer Demokratie seit 1949 gab und gibt es immer wieder neue Versuche, den sog. Volkszorn zu bündeln und in Anschlag zu bringen: wie schon zuvor auf die „Juden“ gerichtet, heute auch auf die „Migranten“.

Seit kurzem geraten „die Eliten“, „die Journalisten“ und „die Politiker“ in den Fokus, und Menschen, die einfach nur für gelebte Demokratie einstehen. Vor allem in den Sozialen Medien verbreiten sich Äußerungen, die Hass, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und eine unglaubliche Freude an Gewalt und Vernichtung zum Ausdruck bringen.

Das ist uns nicht egal. Wir stehen ein für Demokratie, Respekt und Vielfalt. Und wir sind viele.

Am 9. November 2022 führen wir unsere langjährige Tradition fort und wehren uns gegen jeden Angriff auf diese Werte.

Wir laden zur Kundgebung ein:
alle Menschen, gleich welcher Religionsgemeinschaft und gleich welcher Weltanschauung,
die Parteien unserer Stadt und die Gewerkschaften,
unsere Schulen und Vereine,
die vielen kleinen und großen gesellschaftlichen Gruppen
und die vielen Einzelpersonen, die unser Zusammenleben, auf welche Weise auch immer, bereichern.

Haltet Euch diesen Termin frei und gebt die Einladung an Freunde und Bekannte weiter.

Wir werden eindrucksvoll vor Ort Gesicht zeigen und für unsere Werte einstehen.

 

C:\Users\werni\AppData\Local\Temp\ABBYY\PDFTransformer\12.00\media\image2.jpeg Organisationsteam Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt

Die aktuellen Corona-Sicherheitsregeln sind einzuhalten.

V.i.S.d.P.: www.forumdrv.de

Flyer zum Weiterverteilen

Gewinnmaximierung auf Kosten der vernachlässigten Senioren – Alloheim Sythen

Wilhelm Neurohr

“Gewinnmaximierung auf Kosten der vernachlässigten Senioren

EINE DOKUMENTATION IN 6 TEILEN

HALTERN-SYTHEN. Im Oktober war in der privaten Senioren-Pflegeeinrichtung von Alloheim in Sythen mit 80 Heimbewohnern schon wieder ein Skandal wegen schwerer Pflegemängel öffentlich bekanntgeworden, wie zuvor schon in einem Dutzend weiterer Einrichtungen des gleichen Betreibers bundesweit. Hinter dem kommerziellen Pflegekonzern Alloheim mit bundesweit 240 Senioren-„Residenzen“ für 22.000 Bewohner stecken ständig wechselnde auswärtige Finanzgesellschaften zur bloßen Profiterzielung. Sie erstreben Milliardengewinne auf Kosten der Heimbewohner, der Pflegekassen und der Steuerzahler zu Lasten der Pflegebedürftigen und verschieben ihre Gewinne in Steueroasen. Darüber hatte schon im März 2019 Prof. Dr. Werner Nienhüser aus Haltern in einem öffentlichen Vortrag im evangelischen Gemeindehaus aufgeklärt mit der Betrachtung der Eigentums- und Machtkonzentration bei Großunternehmen wie Alloheim und anderen.Trotz der langen Liste an gravierenden Pflegemängeln im Alloheim Sythen, die beinahe an den Straftatbestand der fahrlässigen Körperverletzung heranreichen, begnügt sich die Heimaufsicht beim Kreis Recklinghausen aktuell mit einem erneuten temporären Belegungsstopp, wie schon einmal in 2018 oder mit einer Mängelrüge in 2021 (wegen Hygiene-Verstößen und 4 Corona-Todesopfern). Wäre es nicht nach dem dritten Vorfall und nach fünfmaligem Wechsel der Heimleitung nunmehr angebracht, die gewinnorientierte Einrichtung des Skandalkonzerns Alloheim durch Entzug der Betriebserlaubnis (spätestens nach Auslaufen oder Kündigung der Versorgungsverträge) zu schließen, wie bereits in zwei anderen Städten in NRW und Süddeutschland vollzogen, um nach einem gemeinnützigen Träger Ausschau zu halten? Die für den seinerzeitigen Deal mit Alloheim verantwortliche Stadt Haltern schweigt zu dem erneuten Skandal und geht auf Tauchstation. Auch der ansonsten rührige Seniorenbeirat hält sich mit öffentlicher Kritik zurück.

In dieser umfassenden 6-teiligen Dokumentation sollen hinreichende Gründe für eine überfällige Schließung auch des Sythener Alloheimes genannt werden.”

(Quelle und weiterer Text hier: https://www.lokalkompass.de/haltern/c-politik/wann-entzieht-die-heimaufsicht-den-alloheim-heuschrecken-endlich-die-betriebserlaubnis_a1796542)