10.5.2023: Vortrag „Weckruf für den Klimaschutz“ (E.-U. von Weizsäcker)

Pressemitteilung

Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker kommt im Mai zu einem „Weckruf für den Klimaschutz“ nach Haltern

C:\Users\Wilhelm & Mechthild\Desktop\photo-ernst-ulrich-von-weizsaecker-624x468.jpg
Foto: Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker

Aufrüttelnder Vortrag am 10. Mai im Halterner KönzgenHaus. „Weltweit ist Ernst-Ulrich von Weizsäcker ein Pionier der Nachhaltigkeit und ein Quell der Inspiration für die Umweltbewegung“, so urteilt Dr. Eckart von Hirschhausen über den 83-jährigen prominenten Naturwissenschaftler, der 1972 mit dem Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ aufzeigte. Nun hat Haltern die Ehre, den international anerkannten Umweltpionier als Vortragsredner am 10. Mai um 18.00 Uhr in ihrer Stadt im KönzgenHaus begrüßen zu können, wo er sein neues Buch vorstellt.

Quelle: https://www.bonifatius-verlag.de

„Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren. Wir brauchen eine Welt-Klimapolitik“, so lautet die Botschaft von Ernst-Ulrich von Weizsäcker (s.a. https://ernst.weizsaecker.de). Deshalb wird sein neuer Buchtitel quasi zum Vermächtnis: „SO REICHT DAS NICHT! Außenpolitik, neue Ökonomie, neue Aufklärung –Was wir in der Klimakrise jetzt wirklich brauchen.“

Sein Vortragstitel: „Ein Weckruf für den Klimaschutz – Entschlossener handeln, jetzt!“ Für diesen Vortrag mit Diskussion reist der prominente Naturwissenschaftler trotz seines hohen Alters eigens aus Freiburg nach Haltern an, wo ihn ein Umwelt- und klimabewusstes Publikum von Aktivisten erwartet – so hoffen die Veranstalter.

Eingeladen haben dazu das in Haltern ansässige „Institut für Wissenschaft, politische Bildung und gesellschaftliche Praxis NRW e.V.“(IWiPo) zusammen mit dem KönzgenHaus, in Kooperation mit dem Halterner Forum und dem VITUS-Haus. Weitere Kooperationspartner sind der evangelische Kirchenkreis Recklinghausen mit seinem Erwachsenenbildungswerk, die DGB-Region Emscher-Lippe, die ATTAC-Regionalgruppe sowie die Ruhrgebietszeitschrift AMOS. Die Westfälische Hochschule wird ihre Studenten ebenfalls auf die Veranstaltung aufmerksam machen.

Internationale wissenschaftliche und politische Reputation

Der Physiker und Biologe Ernst-Ulrich von Weizsäcker (siehe Foto) war nicht nur Ko-Vorsitzender des internationalen „Club of Rome“ und Präsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie, sondern auch Präsident der Universität Kassel, Professor an der Universität Essen, und Leiter der Umwelthochschule Kalifornien. Er ist auch Direktor des Instituts für Europäische Umweltpolitik Bonn/London/Paris und Direktor am UNO-Zentrum für nachhaltiges Ressourcenmanagement in New York. Zudem ist er im Vorstand der Vereinigung deutscher Wissenschaftler und in der Akademie für europäische Wissenschaften.

Als ehemaliger Bundestagsabgeordneter war er Vorsitzender des Umweltausschusses und der Enquete-Kommission Globalisierung. Zudem war er Präsident des evangelischen Kirchentages. Er erhielt als beeindruckende Persönlichkeit neben dem Bundesverdienstkreuz auch zahlreiche internationale Umweltpreise und Ehrungen.

Von den Besuchern der Veranstaltung wird ein Eintritt von 10,-€ erhoben (ermäßigt 5,- €) und es ist wegen des zu erwartenden Andrangs eine Anmeldung beim KönzgenHaus unbedingt erforderlich unter: https://könzgenhaus.de/bildungsangebote/bildungsprogramm/politische-bildung/ .

(Bei besonders großer Nachfrage wird der Vortrag evtl. als Hybridveranstaltung mit gleichzeitiger online-Übertragung angelegt).

Presserechtlich verantwortlich: IWiPo-Institut, c/o. Wilhelm Neurohr, 45721 Haltern am See, Tel., 02364 6043104

22.3.2023 – Vortrag/Kaminabend Werner Nienhüser: “Die Macht der Arbeitnehmer:innen”

„Arbeit – Macht – Politik“ – “Die Macht der Arbeitnehmer:innen: wodurch sie verloren geht und wie man sie wiedergewinnt.”

Kaminabend in der Reihe „Würdige Arbeit“ mit*Prof. Dr. Werner Nienhüser (Universität Duisburg-Essen)[1]Bild durch WN erstellt über künstliche Intelligenz, Vorgabe: “”there is power in the union”, workers, labor, strike. warm sunlight, abstract style” (https://www.craiyon.com).

Die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen vieler Beschäftigter haben sich in den letzten Jahrzehnten verschlechtert. Eine wesentliche Ursache hierfür ist der kollektive Machtverlust der Arbeitnehmer:innenseite. Wenn es gelänge, die kollektive Macht auszuweiten, dann könnten die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen der Beschäftigten verbessert werden.

Nach einem Eingangsstatement steht Werner Nienhüser (Professor für Wirtschaftswissenschaften, Universität Duisburg-Essen) einem Kaminabend entsprechend für Fragen, Diskussionen und Gespräche zur Verfügung.

Im Vortrag werden erstens die Veränderungen in den Machtkonstellationen der letzten Jahrzehnte und deren Folgen skizziert und zweitens Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Handlungsmöglichkeiten sind u.a.: Erhöhung des gewerkschaftlichen Organisationsgrades, alternative Organisationsformen wie Genossenschaften, Ausweitung der Arbeitnehmer-Mitbestimmung auf Unternehmens- und Betriebsebene und der überbetrieblichen Wirtschaftsdemokratie, aber auch darüber hinausgehende Veränderungen in der staatlichen Gesetzgebung (Mindestlohn, Tariftreue etc.) sowie des Denkens über Markt und Macht (Bildungsmaßnahmen).

Über den Referenten:www.wernernienhueser.de

KoenzgenHaus, Mittwoch, den 22.3.2022, 19-21 Uhr

TN*-Beitrag: 10 € (Präsenz inkl. Imbiss). Mitglieder der KAB und von DGB-Gewerkschaften zahlen nur 5 €.

Anmeldung: https://xn--knzgenhaus-ecb.de/bildungsangebote/bildungsprogramm/politische-bildung/#c944

Veranstalter:innen
•    Halterner Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt
•    KAB Bezirksverband Recklinghausen & KAB-Bildungswerk
•    DGB Emscher-Lippe
•    KönzgenHaus_Haltern am See

Flyer zur Veranstaltung

Anmerkungen

Anmerkungen
1 Bild durch WN erstellt über künstliche Intelligenz, Vorgabe: “”there is power in the union”, workers, labor, strike. warm sunlight, abstract style” (https://www.craiyon.com).

Klimaneutrale Wirtschaft geht nur ohne Wachstum

Vortragsabend mit Ulrike Herrmann

C:\Users\Wilhelm & Mechthild\Desktop\20230117_194501.jpg
Vortragssaal KönzgenHaus

Über 200 Interessierte konnten die Kooperationspartner vom Halterner Forum, der KAB und des DGB als Veranstalter im KönzgenHaus begrüßen zum Vortrag der prominenten Bestseller-Autorin Ulrike Herrmann. Mit ihrer Aussage „Klimaschutz gelingt nur, wenn wir uns vom Wachstumsdenken durch grünes Schrumpfen verabschieden“ sorgte sie für lebhafte Diskussionen.
Damit widersprach die taz-Wirtschaftsredakteurin dem Bundeskanzler, der in einem taz-Interview das Gegenteil behauptete: „Wir werden die Klimaziele nicht mit Verzicht erreichen“. Damit tue Deutschland so, als könne es drei Planeten verbrauchen, hielt Ulrike Herrmann dem entgegen: “Wenn wir überleben wollen, müssen Produktion und Konsum schrumpfen. Grünes Wachstum ist illusorisch“. Und Klimaschutz könne nur gelingen, „wenn die Reichen nicht geschont werden, die pro Kopf 20-mal so viel CO² verbrauchen wie die Armen.“ Doch die Energiewende mit klimaneutral hergestelltem Strom durch Windkraft und Solar stehe erst ganz am Anfang und die Elektroautos lösen nicht das Problem, belegte sie anhand von Zahlen, Daten und Fakten.

Halbierung der Wirtschaftsleistung als Ziel

Ulrike Herrmann

Mit ihrem Buchtitel „Das Ende des Kapitalismus“ wolle sie nicht als Gegnerin des Kapitalismus missverstanden werden, der uns Wohlstand und hohe Lebenserwartungen ermöglichte, betonte die Autorin. Aber eine endliche Welt könne nicht immer weiter wachsen, sondern erfordere eine Kreislaufwirtschaft. Mit einer notwendigen Halbierung der Wirtschaftsleistung und damit auch des Einkommens würde Deutschland lediglich auf den Stand von 1978 zurückfallen „in einen immer noch auskömmlichen Reichtum“, beruhigte Ulrike Herrmann die Zuhörenden.

Dies erfordere keine „Ökodiktatur“, sondern „eine demokratisch gesteuerte staatliche Rationierung, wie es derzeit schon in vielen Regionen wegen der Trinkwasserknappheit praktiziert werde und wie es in England bei Kriegsende und danach problemlos praktiziert wurde“. Fortfallende Arbeitsplätze würden bei der Transformation durch neue Arbeitsplätze kompensiert in der alternativen Energiewirtschaft, im Ökolandbau, beim Aufforsten der Wälder, beim Umwelt- und Klimaschutz usw.

Kontroverse Debatte

Moderator Prof. Nienhüser, Ulrike Herrmann und Norbert Jansen, Leiter des KönzgenHauses

An der sich anschließenden lebhaften Diskussion und Fragerunde unter der Moderation von Prof. Werner Nienhüser beteiligten sich zahlreiche Anwesende und online-Teilnehmer aus dem Chat. Ulrike Hermann hatte sichtlich Spaß an der kontroversen Debatte und bereits eingangs betont: „ich habe viele Terminanfragen abgesagt, aber nach Haltern komme ich immer wieder gerne.“ Deshalb nahm sie sich auch Zeit für das Signieren ihrer Bücher mit einer langen Schlange am Büchertisch. Die Anwesenden standen noch lange bei anregenden Gesprächen zusammen.

Weitere Informationen

“Unterstützen Sie „Fridays for Future“, die Klimaschutzbewegung der Schüler*innen!
Bisher liegt der jährliche CO2-Ausstoß pro Kopf in Deutschland bei über elf Tonnen. Ein klimaverträglicher Lebensstil muss mit gut einer Tonne auskommen. Bei wie vielen Tonnen liegen Sie? Errechnen Sie jetzt Ihre CO2-Bilanz und erstellen Sie Ihren eigenen Plan, um Ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren!
Fragen Sie sich, was Sie wirklich zum Leben brauchen und informieren Sie sich über Suffizienz! In unserer Broschüre finden Sie spannende Anregungen für ein gutes, nachhaltiges Leben.
Sind Sie schon zu einem nachhaltigen Stromversorger und einer nachhaltigen Bank gewechselt? Auch kleine Beiträge wirken schon!” Quelle: BUND, 25.1.2023)

Fotos: privat; Text: Wilhelm Neurohr / Werner Nienhüser

 

17.01.2023: Vortrag von Ulrike Herrmann “Das Ende des Kapitalismus”

Vortrag von Ulrike Herrmann: “Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden”

  • Wann: 17.01.2023, 19 bis 21 Uhr
  • Wo: Könzgen-Haus Haltern am See (zur Anmeldung)

Die Menschheit ruiniert den gesamten Planeten, und besonders bedrohlich ist die Klimakrise. Politik und Wirtschaft hoffen daher auf „grünes Wachstum“. Doch das ist eine Illusion. Der Ökostrom aus Solarpaneelen und Windrädern wird nicht reichen, um permanentes Wachstum zu befeuern. Die Wirtschaft muss schrumpfen. Dies wäre jedoch das Ende des Kapitalismus, weil er nur stabil ist, solange es Wachstum gibt.
Die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann beschreibt, wie die Zukunft aus ihrer Sicht aussieht – ohne Wachstum, ohne Gewinne, ohne Autos, ohne Flugzeuge, ohne Banken, ohne Versicherungen und fast ohne Fleisch.

Ulrike Herrmann ist Wirtschaftsredakteurin bei der „tageszeitung“ (taz). Sie ist ausgebildete Bankkauffrau und hat Geschichte und Philosophie an der FU Berlin studiert. Sie ist regelmäßiger Gast im Radio und im Fernsehen. Von ihr stammen mehrere Bestseller. Ihr neuestes Buch ist: „Das Ende des Kapitalismus. Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden“ (KiWi 2022).

Moderation: Prof. Dr. Werner Nienhüser, Universität Duisburg-Essen / Institut für Arbeit und Qualifikation

Veranstalter:innen

Teilnehmer:innen-Beitrag: 10 € (Präsenz inkl. Imbiss / Digital)
Mitglieder der KAB und von DGB-Gewerkschaften zahlen nur 5 €.

Hier geht’s zur Anmeldung.

Flyer (PDF) zur Veranstaltung, gerne zum Weiterleiten!

Bürgerrat dient dem gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der Bürgerrat als ein Beitrag zur Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Stadt

HALTERN AM SEE. „Das schwindende Vertrauen in Politik und Parteien ist eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, das erfuhren die Zuhörer des aufrüttelnden Vortrags von Dr. Kai Unzicker von der Bertelsmann-Stiftung am Dienstag (22.11.22)  in der Stadtbücherei mit dem Titel. „Demokratie in der Krise –wie sich Vertrauen in die Politik zurückgewinnen lässt.“ Eingeladen hatte der Arbeitsgruppe „Bürgerrat für Haltern“ des Halterner Forums.

„Der öffentliche Vortrag sorgte für eine angeregte Diskussion und gab Rückenwind für das bevorstehende Bürgerrats-Projekt in unserer Stadt, das den demokratischen Zusammenhalt stärken kann“, resümierte die Arbeitsgruppe.

Vertrauensverlust für Parteien, Parlamente und Regierungen

„Aktuellen Umfragen zufolge befürworten zwar 80 Prozent unsere demokratische Staatsform, aber jeder Zweite ist mit deren Funktionieren im demokratischen Alltag unzufrieden“, belegte Dr. Unzicker anhand von Umfragen, die er im Rahmen seiner zahlreichen Projekte über den gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgenommen hat. „Nur knapp 25 Prozent vertrauen noch den Regierungen und Parlamenten als Institutionen, den Parteien sogar nur noch 8 Prozent“, so sein ernüchterndes Forschungsergebnis. Hinzu käme ein weit verbreitetes Gefühl der Ungerechtigkeit, insbesondere bei Bevölkerungsgruppen, die sich politisch benachteiligt sehen. Die Wahlbeteiligung sei in Land und Kommunen mittlerweile auf knapp über 50 Prozent gesunken.

Der Arbeitskreis „Bürgerrat“ hatte deshalb auch die Halterner Ratsparteien zu dem Vortragsabend eingeladen, die zu Jahresbeginn die Einrichtung eines Bürgerrates in 2023 einstimmig beschlossen hatten. Wegen Terminüberschneidungen konnten jedoch die Fraktionen von CDU und Grünen sowie der Bürgermeister nicht teilnehmen und ließen sich entschuldigen. Für die SPD-Fraktion nahm deren Vorsitzende Beate Pliete teil, die nochmals die Bedeutung des Vorhabens eines Bürgerrates für Haltern unterstrich.

Plädoyer für neue Formen des Engagements

Die Empfehlungen von Dr. Unzicker nahmen die Anwesenden zustimmend auf: mehr Dialog und Begegnung zu ermöglichen, für eine bessere politische Kommunikation zu sorgen, neue Formen des politischen Engagements zu unterstützen und dabei die Teilhabechancen vulnerabler Gruppen zu verbessern. „Mit der Auswahl der Teilnehmer an Bürgerräten nach dem Zufallsprinzip per Losverfahren besteht die Chance, eine Vielfalt von Meinungen unabhängiger Bürgerinnen und Bürger zu erfahren, die sich ansonsten nicht zu Wort melden“, bestätigte der Referent die Einschätzung der Bürgerrats-Initiativgruppe. Von den Zuhörern kam die Anregung, „noch viel stärker in unserer Stadt über die Idee und das Vorhaben Bürgerräte in der Öffentlichkeit zu informieren“. Zu Beginn des neuen Jahres ist auch die Bürgerschaft zu Themenvorschlägen für einen ersten Bürgerrat aufgerufen.

Quelle der Grafik: Boehnke, Klaus; Dragolov, Georgi; Arant, Regina; Unzicker, Kai (2022): Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Baden-Württemberg 2022. Gütersloh: Bertelsmann-Stiftung.: Seite 22. Online verfügbar unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/gesellschaftlicher-zusammenhalt-in-baden-wuerttemberg-2022-langfassung, zuletzt geprüft am 23.11.2022.

 

 

22.11.22: Vortrag von Dr. Kai Unzicker (Bertelsmann-Stiftung)

“Demokratie in der Krise? Wie sich das Vertrauen in die Politik zurückgewinnen lässt.” | Vortrag und Diskussion mit Dr. Kai Unzicker

Ein Bild, das Text enthält. Automatisch generierte BeschreibungDie Arbeitsgruppe „Bürgerrat für Haltern  – Demokratie lebendig gestalten in Haltern am See!” lädt alle Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler herzlich ein zum Vortrag von Dr. Kai Unzicker von der Bertelsmann-Stiftung.

    • Wann: 22.11.2022, 18 Uhr
    • Wo: Stadtbibliothek Haltern am See

Es ist keine Neuigkeit, wenn man feststellen muss, dass das Vertrauen in die Politik im Allgemeinen und auch in die Parteien in den letzten Jahren nicht gewachsen ist, vielmehr immer mehr abgenommen hat. Wenn fast ein Drittel der Deutschen einer Umfrage zufolge glauben, in einer Scheindemokratie zu leben[1]https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_91997506/demokratieverstaendnis-umfrage-jeder- dritte-sieht-deutschland-als-scheindemokratie.html spricht das eine deutliche Sprache. „Der jüngste „NRW-Check”, eine landesweite Umfrage”[2]https://ga.de/news/nrw/nrw-check-schwarz-gruen-wuerde-wahl-wieder-gewinnen_aid-77638137 kommt zu dem Ergebnis, dass ein geringes Vertrauen in die politischen Parteien besteht. „So wurde abgefragt, wer mit den Problemen in NRW am besten fertig würde. Die häufigste Antwort lautete: „keine Partei” (40 Prozent). 21 Prozent der Befragten nannten die CDU, dann kommen Grüne (elf Prozent), SPD (neun Prozent), FDP (zwei Prozent). Ernüchternde Werte…” s.u. Der Beschluss des Stadtrats, auch in Haltern den Versuch zu machen, das Instrument eines losbasierten Bürgerrats als Beratungsinstrument einzurichten und somit einen Beitrag zu leisten zur Transparenz und lebendigen Beteiligung „einfacher” Bürgerinnen und Bürger, ist im letzten Jahr gefasst worden und soll 2023 erstmalig durchgeführt werden. Wie notwendig und hilfreich es sein kann, sich für eine beteiligungsstarke demokratische Stadtkultur einzusetzen, soll an diesem Abend beleuchtet und diskutiert werden.

Über den Referenten

Als Senior Project Manager bei der Bertelsmann Stiftung ist Dr. Kai Unzicker für das Themenfeld „Gesellschaftlicher Zusammenhalt” verantwortlich und hat das Messinstrument „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt” entwickelt. Zuletzt hat er das Projekt „Vielfalt leben – Gesellschaft gestalten” geleitet, dass sich mit dem Zusammenleben der heterogenen Einwanderungsgesellschaft befasst hat. Er hat Soziologie, Psychologie und Philosophie in Marburg studiert und in Erziehungswissenschaft in Bielefeld promoviert.

 

Anmerkungen

4.11.22: Vortrag von Prof. Niko Paech (Ökonom und Nachhaltigkeitsforscher)

»All you need is less« Eine Ökonomie der Genügsamkeit | Vortrag und Diskussion mit Niko Paech

“Nach der Finanzkrise, die kaum ein Wirtschaftswissenschaftler vorhergesehen hatte, war die Empörung groß. Die Modelle der Ökonomen seien zu starr und weltfremd. Gelehrt werde an den Universitäten fast nur die neoklassische Theorie, die von der Droge “Wachstum” dominiert wird. Und nicht nur das: Der stete Ruf nach mehr lässt Rohstoffe schwinden und treibt den Klimawandel, die Erderwärmung und die Umweltzerstörung voran.” (Quelle und mehr Informationen)
  • Wann: 4. November 2022, 19:00 Uhr
  • Wo: Haltern am See, Stadtbücherei, Lavesumer Str. 1g

Eintritt 5,00 € / ermäßigt 3,00 €
Telefon: 02364 / 933-216
E-Mail stadtbuecherei@haltern.de
Veranstalter: Freunde der Stadtbücherei

Siehe auch die Webseite von Niko Paech.

Bericht über Vorträge “Lieferkette gerissen?!” (Pressemitteilung vom 14.09.2022)

Die Pandemie und der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine haben deutliche Spuren hinterlassen und bedrohen die weltweiten Lieferketten. Erleben wir gerade möglicherweise das Ende der Globalisierung? Dieser Frage ist die AG „Würdige Arbeit“ am Montagabend nachgegangen – gemeinsam mit spannenden Speaker*innen bei einer hybriden Abendveranstaltung im KönzgenHaus.

Von links n. rechts: Christoph Scherrer, Eva-Maria Reinwald, Christoph Holbein-Munske

Sind die globalen Lieferketten vielleicht bereits gerissen? Eher nein, lautet ein Fazit der Runde vom Montagabend. Zwar gibt es – wie aktuell erlebbar – immer wieder Rückschläge in der Globalisierung; momentan lässt sich aber eher von Stagnation denn von einem tatsächlichen Ende reden. „Nichtsdestotrotz zeigen die aktuellen Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre, dass man kritische Rohstoffe oder beispielsweise medizinisch notwendige Produkte lieber im eigenen Land produzieren lässt – oder aber zumindest in solchen, mit denen man freundschaftliche Beziehungen pflegt“, resümiert Christoph Holbein-Munske vom KönzgenHaus die Diskussionen, der die Veranstaltung moderiert hat.

Mehr lesen

12.9.22 – Lieferkette gerissen? Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

Lieferkette gerissen? Vortrags- und Diskussionsveranstaltung

  • Wann: 12. September 2022, 19:30 bis 21:30 Uhr
  • Wo: wahlweise im KönzgenHaus_Haltern am See oder online (nach voriger Anmeldung).
  • Teilnahmebeitrag
    • Präsenz 10 € (kleiner Imbiss inklusive) Online 10 €
    • Mitglieder der KAB und von DGB-Gewerkschaften zahlen nur 5 €.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und bis zum 11. September 2022 über diesen Link möglich.

 

Erleben wir das Ende der Globalisierung?

Die Pandemie und der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine bedrohen die weltweiten Lieferketten. Öl, Medikamente und Fahrradersatzteile fehlen, im globalen Süden verschärft sich der Hunger. Sind die globalen Lieferketten gerissen? Welches sind die Folgen für die Menschen?

Diese Fragen diskutieren wir mit Christoph Scherrer, Professor für Globalisierung und Politik an der Universität Kassel und Autor des Buchs “Macht in weltweiten Lieferketten” (2021).

Gerechte Globalisierung – Globalisierung von Gerechtigkeit?

Im Anschluss gehen wir mit Eva-Maria Reinwald von Südwind der Frage nach, welche Rolle ein europäisches Lieferkettengesetz für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung spielen kann und welche Bedeutung die gegenwärtigen Krisen für die Kampagne zum Lieferkettengesetz haben.

Die Veranstaltung setzt die Vortragsreihe “Würdige Arbeit” fort.

Veranstalterinnen:

C:\Users\werni\AppData\Local\Temp\ABBYY\PDFTransformer\12.00\media\image4.jpeg

Bildquellen:

22.9.22: Vortrag Prof. em. Dr. Heinz-J. Bontrup: “Krisengewinner und Krisenverlierer – wie die Ampel den sozialen Frieden gefährdet. Alternativen zur Regierungspolitik in Krisenzeiten”

Vortrag und Diskussion mit Prof. em. Dr. Heinz-J. Bontrup

„Krisengewinner und Krisenverlierer – wie die Ampel den sozialen Frieden gefährdet. Alternativen zur Regierungspolitik in Krisenzeiten.“

  • Wann: Donnerstag, 22. September 2022 um 19.00 Uhr
  • Wo: Haltern am See, Bildungsstätte KönzgenHaus, Annaberg 40
  • Eintritt frei
Prof. Heinz-J. Bontrup (Quelle: IWiPo)
“Die multiple Krise infolge des Ukraine-Krieges, der Pandemie und der Klimakatastrophe stellt unser Land vor allergrößte Herausforderungen: Dramatische Energieknappheit und -verteuerung, Unterbrechung globaler  Lieferketten, exorbitant erhöhte Rüstungsausgaben, höchste Inflationsrate, Rezessionsgefahr und weiterer Pandemie-Herbst sowie Klimaschäden lassen Wohlstandsverluste und drastisch zunehmende soziale Spaltung befürchten. Die derzeitige Preisexplosion verschmilzt mit den anderen Großkrisen dieser Zeit zu einem toxischen Gefüge. Die soziale Notlage der Menschen trotz  Konsumverzicht ist in der Politik noch nicht wirklich angekommen, die kein umfassendes Konzept vorlegt.”

Mehr Informationen: Flyer zum Download; siehe auch die Informationen auf der Webseite des Instituts für Wirtschaft und Politik (IWiPo).